Seattle Six: Warum eine Reihe von Novellen?

Die Seattle Six Reihe ist als eine Serie von Novelle aufgebaut. Warum gerade Novellen und keine Romane oder Kurzgeschichten?

Die kurze Antwort:
Weil ich Novellen zeitlich am leichtesten schaffe und sich der Plot dafür anbietet.

Die ausführliche Antwort:
Mit der Verbreitung des E-Books erlebt die Novelle gerade einen Aufschwung. Damit sind längere Erzählungen mit einer Länge von ca. 20.000 bis 40.000 Wörtern gemeint (natürlich mit etwas Spielraum nach oben und unten).
Zu lang für eine Kurzgeschichte, zu kurz für einen Roman, steht die Novelle irgendwo dazwischen und wurde lange Zeit stiefmütterlich behandelt, weil sie zu wenig ist, um ein ganzes Buch zu füllen, aber zu viel, um in eine Kurzgeschichten-Anthologie aufgenommen zu werden. Einfach ausgedrückt: Verlage mochten sie nicht, also ließen viele Autoren die Finger davon.
Dann boomte Selfpublishing, die indivduelle Lesezeit wird immer weniger, und auf einmal waren kürzere Werke wieder gefragt.

Merkmale meiner Novellen sind in der Regel ein einziger Handlungsstrang (im Gegensatz zum Roman, wo es mehrere gibt) und maximal zwei Blickwinkel, oft erzähle ich auch nur aus der Sicht eines einzigen Charakters.
Während mich Romane Monate an Schreibzeit kosten, kriege ich Novellen in absehbarer Zeit fertig. Von Anfang bis Ende inkl. Lektorat und Korrektorat brauche ich dafür ca. 4-8 Wochen, was besser klingt als 4-8 Monate, eine Zeit, die ich für Romane veranschlage.
Schneller geschrieben, schneller überarbeitet, schneller veröffentlicht. Was wiederum bedeutet, dass ich schneller Nachschub liefern kann 🙂

Nachdem die Seattle Six Reihe keine Mörderjagd, Verbrechersuche (I’m looking at you, Grayce), Eroberungspläne fremder Reiche oder politische Intrigen enthält, gestalten sich die Plots (zumindest für mich) relativ überschaubar und ich brauche gar keine Romanlänge, um die Geschichte zu erzählen. Zwei Charaktere, ein Problem, eine Lösung (hoffe ich mal, die müssen schon die Protagonisten liefern).

Ich hätte ja Seattle Six auch gerne in Form von Kurzgeschichten aufgezogen, aber seien wir ehrlich, bis jetzt wurden aus 90 % meiner Kurzgeschichten längere Werke, weil ich jedem Plot Bunny nachjagen muss, das mir über den Weg läuft.
Aus dem Autoren-Nähkästchen geplaudert: Weg des Vertrauens? War als Kurzgeschichte geplant. Der 2. Will & Grayce Roman? Fing als Kurzgeschichte an und sprengte bald alle Dimensionen. Wilder Honig? Dito. (Kommt irgendwann nächstes Jahr)
Ich hab’s aufgegeben, mich dagegen zu wehren. Ich kann lang nun mal besser als kurz.

In Fremdes Begehren haben wir also einen Handlungsstrang und nur einen Blickwinkel, aus dem erzählt wird. Es wurden 42.000 Wörter, was ca. 190 Normseiten sind.
Die Fortsetzung plotte ich gerade und werde mich irgendwann 2017 ans Schreiben machen. Noch jagen die Plot Bunnies fröhlich über die Wiese meines Unterbewusstseins, aber ich werde die flinken Dinger schon noch einfangen …Titelseite Fremdes Begehren

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3 Gedanken zu “Seattle Six: Warum eine Reihe von Novellen?

  1. Sabrina schreibt:

    Ich mag Novellen. Nicht zu kurz, aber auch nicht zu lange, für zwischendurch genau richtig.
    Die von Stephen King habe ich immer gerne gelesen. Er musste sie damals ja immer als Sammlungen herausbringen. Heutzutage kann man das ja einfach als ebook machen. ^^

    Liebe Grüße,
    Sabrina

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    • Eliza Bauer schreibt:

      Seit Novellen als EBook ein Revival erleben, lese ich sie irrsinnig gern. Mehr Substanz als eine Kurzgeschichte, aber nicht eine so lange Leseverpflichtung wie ein Roman.
      Von King hab ich hauptsächlich Romane gelesen, und das ist auch schon etliche Jahre her. Ich glaub, meine einzige Novelle von ihm war Der Werwolf von Tarker Mills.

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