Hintergründe zur Anthologie: „Ein Wunsch unter dem Winterstern“

Ich will euch mal einen kleinen Einblick geben, wie sich Projekte bei mir entwickeln. Immer und ausnahmslos anders als gedacht 😛 Heute geht’s um die Geschichtensammlung Wünsche unter dem Winterstern und im Detail um die erste Story darin.

Die Idee zu einer winterlichen Anthologie hatte ich letzten Sommer und dachte, es wäre doch nett, ein paar Weihnachtsgeschichten in einem Fantasy-Setting zu schreiben. Also natürlich ohne Weihnachten per se, aber mit dem typischen Feeling: Friede, Freude, Eierlikör, Punsch, Romantik, Schneeflocken und kuschelige Abende vor dem Kamin.
Der Grundgedanke war, 3 Storys zu schreiben, die alle auf der gleichen Sonnwendfeier spielen und parallel zueinander ablaufen. So ähnlich wie in Episodenfilmen wie Tatsächlich … Liebe. Ursprünglich sollten es sexy kleine Geschichten sein, über 3 Paare, die alle auf dieser Feier ihrem nicht jugendfreien Vergnügen nachgehen. Nach dem Motto: Was auf der Sonnwendfeier geschieht, bleibt auf der Sonnwendfeier 😛

Diese Idee gab ich bald auf, als ich die 3 Pärchen aussuchte: Levanyar und Nataniel verbindet eine tiefe (platonische) Freundschaft, die würden nicht einfach so auf dieser Feier ihren Gelüsten nachgeben, dazu steht für beide zu viel auf dem Spiel.
Chaniel, der zum ersten Mal in Weg des Vertrauens auftauchte, lernt seinen Love Interest gerade erst kennen, der als Mensch mehr als nur flüchtige Bedenken hat, seinen fleischlichen Gelüsten nachzugehen.
Will und Grayce treiben es ohnehin bei jeder Gelegenheit miteinander (ehrlich, die zwei sind wie die Karnickel …), da wäre es doch mal interessant, wenn sie es NICHT tun könnten.

Okay, neuer Plan, ich schraube den Erotikfaktor runter und setze ganz auf romantische Winterstimmung.

Ab jetzt muss ich eine Spoilerwarnung aussprechen – wer die Story unbeeinflusst lesen will, sollte das gleich tun und diesen Blogpost erst nachher zu Ende lesen 🙂 Für die Neugierigen geht’s unter der Grafik weiter.
Wünsche unter dem Winterstern Story 1

Die erste Geschichte Ein Wunsch unter dem Winterstern ist mit knapp 10.000 Wörtern auch die kürzeste.
Darin lernt Chaniel, der sich gerade von seinem Liebhaber getrennt hat, einen Menschen kennen, der sein Interesse erregt. Auch wenn sich Chaniel nicht erklären kann, woher seine Faszination rührt, ist sie doch groß genug, um den Offizier der ilarischen Stadtwache namens Nevan zum Essen einzuladen. Um dem Ganzen den romantischen Anstrich zu nehmen, definiert Chaniel es als „Arbeitsessen“. Jaaa, klar 😉
Während dieses Abendessens kommt heraus, warum Nevan jeden Flirtversuch abblockt, auch wenn Chaniel das Gefühl hat, dass sein Interesse durchaus auf Gegenseitigkeit beruht. Es sind gewichtige Gründe, warum er sich nicht mit einem Mann einlassen kann, Gründe, die ich im Laufe einer Kurzgeschichte nicht in Wohlgefallen auflösen kann.
Ich lehne mich dabei am üblichen offenen Ende dieser Gattung an, das dazu einlädt, eigene Schlüsse zu ziehen. Es ist nicht das klassische „ab jetzt sind sie zusammen und leben glücklich bis an ihr Lebensende“-Ende. Kein HEA (Happy Ever After), nur ein HFN (Happy For Now).
Dennoch wollte ich unbedingt mit einer deutlich hoffnungsvollen Note aufhören, und deshalb ist Chaniel auch nicht böse oder sauer, weil seine Avancen abgelehnt wurden. Er weiß, dass Nevan Zeit braucht, um sich darüber klar zu werden, was er will (im Idealfall eine nähere Bekanntschaft zu Chaniel), und er will auf keinen Fall Nevans Beziehung zu seinem Kind in Gefahr bringen. Chaniel ist bereit, Nevan die Zeit zu geben, die er braucht, und bietet ihm seine Freundschaft an.
Ein erster Schritt in Richtung mögliche Beziehung ist gemacht. Ob sich daraus etwas entwickelt? Wer weiß … Okay, ich weiß es, Vorrecht des Autors 😉

Um an dieser Stelle noch mal die vielen Nachfragen zu beantworten: Ja, irgendwann schreibe ich eine Fortsetzung, deren Ende dann mehr dem „klassischen“ Happy End entsprichen dürfte, das viele bevorzugen 🙂

Cover Wünsche unter dem Winterstern

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