Cover Reveal „Wünsche unter dem Winterstern“

Nächste Woche werde ich die Anthologie Wünsche unter dem Winterstern veröffentlichen. Wann es genau soweit ist, kann ich noch nicht sagen, aber ich schätze, sie sollte noch vor dem Wochenende erhältlich sein.
Die Gay Fantasy Anthologie besteht aus zwei Kurzgeschichten und einer Novelle, die sich auf einer Sonnwendfeier in Neygara überschneiden. Sie umfasst ca. 58.000 Wörter (260 Buchseiten).
Zum ersten Mal wird es hierzu auch ein Taschenbuch geben, das vermutlich Ende März verfügbar sein wird.

Wer also kurz vorm Frühlingsbeginn noch mal was Winterlich-Kuscheliges mit viel Romantik und Gefühl und einer (zugegeben, großen) Prise Kitsch lesen will – der Klappentext steht unter dem Cover:

Cover Wünsche unter dem Winterstern

Winter in Neygara: Auf einer Sonnwendfeier kreuzen sich die Wege von sechs Männern, die nach ihrem persönlichen Glück suchen. Für jeden bringt dieser Abend eine Wendung in ihrem Leben.

Der Sturm in meiner Nacht:
Schon wieder musste Levanyar eine Trennung hinnehmen. Auf der Sonnwendfeier hofft er auf Ablenkung durch seinen besten Freund Nataniel. Doch statt ihm wie sonst zuverlässig zur Seite zustehen, benimmt sich Nataniel an diesem Abend ausgesprochen merkwürdig.
Im Laufe einer alkoholreichen Nacht gesteht Nat ihm verborgene Gefühle, die Levanyars eigene verdrängte Emotionen an die Oberfläche bringen. Er muss sich entscheiden, ob Freundschaft wirklich alles ist, was zwischen ihnen sein kann, oder ob er das Wagnis eingeht, sein Herz für mehr zu öffnen.

Ein Wunsch unter dem Winterstern:
Um der Langeweile auf dem Fest zu entgehen, sucht Chaniel nach einer zweibeinigen Ablenkung – und findet sie in Nevan, dem neuen Mitglied der Stadtwache. Zwar scheint der Fremde einem Flirt aus dem Weg zu gehen, doch Chaniels Neugier ist geweckt. Er entdeckt, dass Nevan gute Gründe hat, sich ihm zu verweigern.
Doch Chaniel gibt nicht auf – wenn ein Feuerwerk nicht reicht, um Nevans Herz zu erobern, kann vielleicht Magie helfen …

Meine Liebe ist wie der Winterstern:
Nach Wochen der Trennung fiebert Willard dem Wiedersehen mit seinem Freund entgegen. Er sehnt sich danach, mehr Platz im Leben des Elfen einzunehmen. Doch jedes Gespräch in diese Richtung endet im Streit. Als dieser Wunsch zumindest temporär in Erfüllung geht, geschieht es nicht nur anders, als Will es sich vorgestellt hat, sondern bringt auch eine irritierend romantische Ader in Grayce zum Vorschein.

Warnhinweis: Enthält Männer mit romantischen Anwandlungen, ein weininduziertes Geständnis, Abendessen bei Kerzenschein, ein Schmuckstück mit besonderer Bedeutung, einen verschnupften Elfen sowie Kitsch und Schmalz in gesundheitsgefährdend hohen Dosen. Reibungshitze durch nackte Männerkörper nicht ausgeschlossen.

„Weg des Vertrauens“ (Will & Grayce Story 2) für Tolino erhältlich

Die zweite Will & Grayce Story Weg des Vertrauens ist ab sofort nicht mehr exklusiv bei Amazon, sondern auch in allen Tolino-Shops (Thalia, Weltbild, Hugendubel etc.) erhältlich.

Falls sie jemand gelesen hat, freue ich mich total über Rückmeldungen, egal ob als Rezension auf einem Blog, beim E-Book-Händler eurer Wahl, per E-Mail oder als Nachricht auf meiner Facebook-Seite oder auf meinem privaten Profil.

Gentlemen in Space: Science Fiction Anthologie

gis-cover© Cover Art Skript Phantastik Design

Letztes Jahr zu Weihnachten erschien im ohneohren Verlag die Science Fiction Anthologie Gentlemen in Space, zu der ich eine der zwölf Kurzgeschichten beigesteuert habe.
Mein Beitrag trägt den Titel „Gentleman of the Shade“, wo mal wieder meine Liebe für Shakespeare-Zitate durchkommt.
Die Story handelt von einem Agenten, der seit Monaten einen Dieb jagt und schließlich sich selbst als Beute anbietet. Was zuerst nach einem Erfolg aussieht, bis eine dritte Partei mitmischt, und dann entwickeln sich die Dinge erst recht ganz anders als geplant … Aber tun sie das nicht immer? 😉

Zu beziehen ist die Anthologie direkt beim Verlag über den Shop, und mittlerweile hat sie auch den Weg zu Amazon und diversen anderen E-Book-Händlern wie zB XinXii gefunden.
Zur Zeit ist die Anthologie nur als E-Book zu haben, Print folgt eventuell später.

Momentan wird bei Lovelybooks eine Leserunde vorbereitet, bei der es vorab zehn Exemplare zu gewinnen gibt. Vielleicht hat ja der eine oder die andere von euch Lust mitzumachen?

Ich verabschiede mich mit einem kleinen Zitat aus „Gentleman of the Shade“:
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Seattle Six: Die Entwicklung eines Plots

Die Grundidee der Seattle Six Reihe ist recht simpel: 6 Freunde, die sich auf dem College kennenlernten und auch über 10 Jahre später noch befreundet sind, und ihre Suche nach Mr. Right. Oder manchmal auch nur Mr. Right Now 😉
Aber diese Grundidee ist natürlich noch lange kein Plot. Schon gar nicht für die erste Geschichte Fremdes Begehren. Der Plot entwickelte sich, wie könnte es anders sein, nicht ganz wie geplant, und nahm (auch keine Überraschung) unvorhergesehene Abzweigungen.

Am Anfang stand der Sex. Genauer gesagt eine Sexszene. Sie stammt aus einer Kurzgeschichte, die ich für eine Ausschreibung verfasst hatte, die aber nicht genommen wurde (ich bemerke hier einen Trend – bei Pfad der Striemen fing’s ähnlich an). Immer bemüht, nichts umsonst geschrieben zu haben und alles wiederzuverwerten, dachte ich mir, ich nehme einfach diese Szene und baue einen ausführlichen Plot drum herum.

In der Szene geht’s um das erste Mal Sex von einem Mann mit einem anderen Mann. Ooookay, was machen wir daraus? Ich brauche zwei Charaktere. Einen, dem noch nicht ganz klar ist, dass er auf Männer steht, und einen, der absolut „out of the closet“ ist. Nachdem ich nicht wirklich ein Fan vom „Gay for You“ Konzept bin, wollte ich Typ Nr. 1 etwas mehr Background geben, so dass sein Interesse fürs eigene Geschlecht nicht urplötzlich auftritt, sondern ein lange verdrängter Wunsch ist.
Damit war auch klar, dass er keiner der Seattle Six sein konnte, weil die wissen, dass sie schwul sind (auch voneinander). Was mich zu Typ Nr. 2 brachte, und dann folgte die Berufssuche. Ich wählte etwas Naheliegendes, was mir hoffentlich Recherche ersparen würde (ha ha, der Punkt ging so was von nach hinten los) – einen Fotografen. Ich kenne mich einigermaßen mit Fotografie aus, also hatte ich da einen Bezugspunkt. Und ausnahmsweise schnell einen Namen: Gavin. Eine Überraschung, weil ich sonst tage- oder gar wochenlang über Namen brüte.
Dass Jamie dann Polizist wurde, war weniger eine bewusste Überlegung, sondern mehr der Gedankenblitz „jep, der ist Cop“. Wenn was passt, fragen wir Autoren nicht nach, warum das so ist. Just go with the flow … 😀

Zwei Männer, zwei Namen, zwei Berufe. Damit waren die Grundlagen geschaffen, fehlten noch ein Aufeinandertreffen und der Konflikt.

Also, wie krieg ich die beiden an einen Ort? Strafzettel verteilen? Zu oft gelesen. Gavin wird des Mordes verdächtigt? Zu kompliziert. Da müsste ich mir einen Kirmiplot einfallen lassen, und ich wollte nicht Romantic Suspense schreiben. Gavin fotografiert etwas, was mit einem Verbrechen zu tun hat? Siehe vorherigen Punkt.
Schließlich landete ich bei der Ausstellung. Jamie wird von seinem besten Freund zwangsrekrutiert, ihn zu begleiten, und trifft dort auf den Fotografen. Jetzt nicht gerade ein Ausbund an Originalität, dafür absolut plausibel und gleichzeitig eine gute Gelegenheit, Jamies Reaktion auf die Bilder nackter Männer einzuarbeiten.
Nach diesem Anfang entwickelte sich der Rest des Plots relativ geradlinig (und glaubt mir, ich wünschte, ich könnte das öfter behaupten). Gavin lädt Jamie zu einem Shooting ein (weil er hin und weg von ihm ist, aber das wissen zu dem Zeitpunkt nur Gavin und die Autorin), dann zu einem zweiten in den Bergen, und schon sind die beiden beim Flirten.
Der Konflikt, der sich durchs ganze Buch zieht, ist Jamies Kampf mit sich selbst, ob er sich wirklich seinen tiefsten Wünschen stellen will … und den Rest müsst ihr schon selbst lesen 😛
Dazwischen gab’s natürlich die unvermeidlichen Überraschungen beim Schreiben. Jamies Gespräch mit Takeo war nicht geplant, das ergab sich einfach, weil der Mann unbedingt mit jemanden reden musste. Die Vorliebe für obskure Science Fiction Filme entstand mitten in der Szene, und das Foto, das später in einer Tasche landet, war eine spontane Idee in dem Moment, in dem die Tasche im Zimmer auftauchte. So sehr ich auch meine Plots durchzuplanen versuche, weil mir das einen roten Faden gibt, so oft passieren solche spontanen Einfälle.

Was die Sexszene angeht, mit der alles seinen Anfang nahm: War ja klar, dass ich sie am Ende nicht einbaute, weil die Charaktere sich ganz anders entwickelten und es leichter ist, eine neue Szene für sie zu schreiben als eine bestehende umzuschreiben. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich diese 3.500 Wörte irgendwann irgendwo mit mehr Plot als nur „sie trafen sich und landeten im Bett“ unterbringe …

Später stellte ich beim Schreiben natürlich fest, dass ich doch jede Menge Recherche betreiben musste. Aber mehr dazu im nächsten Blogpost, wenn es wieder heißt: Hintergrundwissen zu Seattle Six, oder: Keine Planung eines meiner Schreibprojekte überlebt den Kontakt mit der Tastatur 🙂

Seattle Six: Coverdesign

Ich verrate euch ein Geheimnis: Ich mache meine Cover nicht ganz allein. Ich bin zwar im Impressum als alleinige Designerin aufgeführt, aber ich habe Hilfe. Hilfe, die großzügigerweise auf die Nennung ihres Namens verzichtet. Alle Cover sind eine Gemeinschaftsarbeit – ich liefere die Ideen und meckere herum, mein Grafiker setzt die Ideen um und verliert nicht die Geduld.

Da ich für den ersten Band von Seattle Six noch eine Menge Entwürfe gespeichert habe, dachte ich mir, ich zeig euch mal, wie der Prozess des Coverdesigns im Zeitraffer abläuft.

Bei dieser zeitgenössischen Gay Romance Reihe hatte ich, wie üblich, nur rudimentäre Angaben: „Der Titel ist Fremdes Begehren, die Reihe heißt Seattle Six. Es soll klar sein, dass es eine Reihe ist, aber nicht wirklich durchnummeriert, weil sich die Bände unabhängig lesen lassen. Ich hätte gern die Skyline von Seattle, am liebsten mit der Space Needle, und ein oder zwei Jungs. Bekleidungszustand variabel. Müssen nicht nackt sein.“

Zwei Tage später erhielt ich die ersten Entwürfe:

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Entwurf 1
Das sah mir zu sehr nach Geschäftsleuten und Corporate Business aus, aber ich mochte das Bild von Seattle und die Schrift.

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Entwurf 2
Hier war das Bild von Seattle viel zu unruhig und die beiden Nackedeis ein bissi zu plakativ.

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Entwurf 3
Schöne Farbgebung, aber nicht besonders auffällig und zu generisch.

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Entwurf 4
Hier gefiel mir das der Schrift unterlegte Bild, ein Konzept, das wir schlußendlich weiterentwickelten.

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Entwurf 5
Das obere Motiv ist etwas zu dunkel, sonst gefällt’s mir noch immer sehr – wenn ich einen Thriller schreiben würde. Hm, da ist noch immer diese Idee mit dem FBI-Agenten …

Wie ihr seht, haben diese Entwürfe noch nicht so viel mit dem Endergebnis zu tun, aber es war ein Anfang. Zumindest die ideale Schrift hatten wir schon mal gefunden.

Mit der Idee „Schattenriss, das von anderem Motiv ausgefüllt wird“ gingen wir in die zweite Runde der Entwürfe:

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Entwurf 6
Die beiden Jungs fand ich sofort wunderbar. Ein Teil der Story spielt ja in den Bergen bzw. den Wäldern dort, das passt perfekt. Nur das Hintergrundbild war zu blass und das „fremdes“ zu dünn und kaum zu lesen.

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Entwurf 6A
Wir nähern uns der Sache an – der Hintergrund wurde kontrastreicher eingefärbt (Violett ist die Komplementärfarbe zu Grün, also sorgten wir für einen Lilaton im Hintergrund, damit der Vordergrund richtig schön knallt).

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Entwurf 6B
Finetuning an der Schrift und ihrer Platzierung und die Lizenzrechte an den verwendeten Bilder wurden erworben.

Schließlich das Endergebnis, zu beziehen hier:

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Final
Wir benutzten ein anderes Bild von einem Wald, um die senkrechten Linien der Skyline aufzugreifen. Der Titel wurde nicht so weit an den Rand gezogen. Gavin bekam noch eine Kamera in die Hand gedrückt, und der Seattle-Six-Schriftzug wurde der Hauptschrift angepasst.

Die Grundidee mit den Schattenrissen lässt sich auch für die folgenden Novellen abwandeln, immer ein wichtiger Gedanke, wenn’s um das Branding einer Reihe geht. Und wie die nächsten Bände aussehen werden, erfahrt ihr wieder hier, auf dem Blog eures Vertrauens 🙂

Seattle Six: Warum eine Reihe von Novellen?

Die Seattle Six Reihe ist als eine Serie von Novelle aufgebaut. Warum gerade Novellen und keine Romane oder Kurzgeschichten?

Die kurze Antwort:
Weil ich Novellen zeitlich am leichtesten schaffe und sich der Plot dafür anbietet.

Die ausführliche Antwort:
Mit der Verbreitung des E-Books erlebt die Novelle gerade einen Aufschwung. Damit sind längere Erzählungen mit einer Länge von ca. 20.000 bis 40.000 Wörtern gemeint (natürlich mit etwas Spielraum nach oben und unten).
Zu lang für eine Kurzgeschichte, zu kurz für einen Roman, steht die Novelle irgendwo dazwischen und wurde lange Zeit stiefmütterlich behandelt, weil sie zu wenig ist, um ein ganzes Buch zu füllen, aber zu viel, um in eine Kurzgeschichten-Anthologie aufgenommen zu werden. Einfach ausgedrückt: Verlage mochten sie nicht, also ließen viele Autoren die Finger davon.
Dann boomte Selfpublishing, die indivduelle Lesezeit wird immer weniger, und auf einmal waren kürzere Werke wieder gefragt.

Merkmale meiner Novellen sind in der Regel ein einziger Handlungsstrang (im Gegensatz zum Roman, wo es mehrere gibt) und maximal zwei Blickwinkel, oft erzähle ich auch nur aus der Sicht eines einzigen Charakters.
Während mich Romane Monate an Schreibzeit kosten, kriege ich Novellen in absehbarer Zeit fertig. Von Anfang bis Ende inkl. Lektorat und Korrektorat brauche ich dafür ca. 4-8 Wochen, was besser klingt als 4-8 Monate, eine Zeit, die ich für Romane veranschlage.
Schneller geschrieben, schneller überarbeitet, schneller veröffentlicht. Was wiederum bedeutet, dass ich schneller Nachschub liefern kann 🙂

Nachdem die Seattle Six Reihe keine Mörderjagd, Verbrechersuche (I’m looking at you, Grayce), Eroberungspläne fremder Reiche oder politische Intrigen enthält, gestalten sich die Plots (zumindest für mich) relativ überschaubar und ich brauche gar keine Romanlänge, um die Geschichte zu erzählen. Zwei Charaktere, ein Problem, eine Lösung (hoffe ich mal, die müssen schon die Protagonisten liefern).

Ich hätte ja Seattle Six auch gerne in Form von Kurzgeschichten aufgezogen, aber seien wir ehrlich, bis jetzt wurden aus 90 % meiner Kurzgeschichten längere Werke, weil ich jedem Plot Bunny nachjagen muss, das mir über den Weg läuft.
Aus dem Autoren-Nähkästchen geplaudert: Weg des Vertrauens? War als Kurzgeschichte geplant. Der 2. Will & Grayce Roman? Fing als Kurzgeschichte an und sprengte bald alle Dimensionen. Wilder Honig? Dito. (Kommt irgendwann nächstes Jahr)
Ich hab’s aufgegeben, mich dagegen zu wehren. Ich kann lang nun mal besser als kurz.

In Fremdes Begehren haben wir also einen Handlungsstrang und nur einen Blickwinkel, aus dem erzählt wird. Es wurden 42.000 Wörter, was ca. 190 Normseiten sind.
Die Fortsetzung plotte ich gerade und werde mich irgendwann 2017 ans Schreiben machen. Noch jagen die Plot Bunnies fröhlich über die Wiese meines Unterbewusstseins, aber ich werde die flinken Dinger schon noch einfangen …Titelseite Fremdes Begehren

Seattle Six: Warum Seattle und nicht Salzburg?

Zum Start der neuen Novelle Fremdes Begehren, die am Freitag erscheint, erzähle ich euch ein bisschen was über die Hintergründe zu dieser Reihe.

Die Seattle Six (weder Rockband noch Gang) kommen aus – no na – Seattle. Ich würde jetzt gern einen total genialen Grund nennen, warum diese Serie von Novellen in Seattle spielt, aber die Wahrheit ist: Ich bin mir selbst nicht so sicher, wie das zustande kam.

Alles fing ja mit einem Schwall an Ideen während eines Springsteen-Konzerts an, worüber ich hier schon berichtet habe.
Zuerst kam die Idee mit einem Rettungsschwimmer (nicht Baywatch, sondern Coastguard), danach die Stadt, wo ich das Ganze ansiedeln wollte. Die natürlich über eine Küstenwache verfügen und dementsprechend am Meer liegen musste. Und dann gab’s kein langes Überlegen oder stundenlanges Sinnieren, sondern BÄM – Seattle. Weil die ganze Reihe Seattle Six heißen wird, wie mich meine Muse fröhlich informierte.
Ich weiß bis heute nicht, warum ich mir eine Gruppe von sechs Freunden ausgesucht habe und nicht vier oder acht. Meine Muse (mein liebevoller Titel für mein Unterbewusstsein, dass die merkwürdigsten Sachen treibt und auf das ich alle Schuld abwälzen kann) mag Alliteration, deshalb wohl die sechs, damit’s zum S von Seattle passt. Und sieben waren ihr anscheinend zu viel.
Abgesehen von der Stationierung der Coastguard spielt auch das örtliche FBI-Büro eine Rolle. Ich wollte schon immer was mit dem FBI schreiben (alter Akte X Einfluss?), also passte es mir hervorragend, dass es in Seattle ein großes Büro gibt.
Für mich persönlich war noch wichtig, dass ich die Gegend mag. Der Staat Washington ist mit seinen Bergen und Wäldern wunderschön, und da ich selbst zwischen Bergen und Seen aufgewachsen bin, fühlte ich mich dort sofort heimisch.

Unsplash/Pixabay

Bildquelle © Unsplash/Pixabay

Hätte ich das Ganze auch in Mitteleuropa spielen lassen können? Bedingt. Aus der amerikanischen hätte ich die deutsche Küstenwache machen können, Berge und Wälder gibt’s hier auch genug, aber es fühlte sich irgendwie nicht richtig an. Ich wollte nicht die Salzburg Sechs draus machen und kann euch nicht mal erklären, warum nicht. Manche Dinge fühlen sich einfach perfekt an, und ich habe gelernt, in diesen Fällen nicht nachzufragen, sondern es als gegeben hinzunehmen. Außerdem hätte ich die Story-Idee mit dem FBI fallen lassen oder woandershin transplantieren müssen, was mir auch nicht behagte.

Deutschland und Österreich als Handlungsorte kommen noch, keine Sorge, dafür bin ich patriotisch genug. Wenn ich irgendwann Leos Geschichte zu Ende bekomme (der Arme wartet seit 3 Jahren darauf), dürft ihr euch auf eine Jagd durchs Alpenvorland gefasst machen, wo’s von München über Wien nach Niederösterreich und wieder retour geht. Weiterhin existieren Plots in verschiedenen Stadien (von vage Idee bis zu komplett ausgearbeitet) mit Schauplätzen in Tschechien, England, Frankreich und Südafrika. So ziemlich jeder Ort, an dem ich mal war, muss als Setting herhalten 🙂

Für meine erste Contemporary Gay Romance Reihe bleibt der Nordwesten der USA der Haupthandlungsort. Nur der Rettungsschwimmer, mit dem alles angefangen hat, ist weiterhin nicht in Sicht. Hm, ich muss diesbezüglich noch mal mit meiner Muse reden …

Veröffentlichung von „Weg des Vertrauens“

Jetzt ist die Novelle offiziell zu haben, vorerst exklusiv bei Amazon, nämlich HIER.

Das Universum versuchte zwar, mir ein paar Steine in den Weg zu legen, aber ein ungeplanter Zahnarztbesuch konnte mich höchstens im Zeitplan zurückwerfen, aber nicht aufhalten 😛 Also im Wartezimmer Kindle gezückt und ein letztes Mal Korrektur gelesen.

Ich würde mich freuen zu hören, wie euch die Novelle gefällt. Wie immer konnte ich nicht widerstehen, mit ein paar Klischees zu spielen 🙂

Jetzt beginnt der NaNo, und ich habe eine weitere Novelle und einen Roman vor mir. Wir hören uns im November!

Das Cover der neuen Novelle

Sofern die Technik mitspielt, erscheint morgen meine neue Novelle in der Will & Grayce Reihe. Weg des Vertrauens wird es die ersten 3 Monate exklusiv auf Amazon geben, was Gratislesestoff für KU-Leser bedeutet.

Müßig zu erwähnen, dass diese 40.000-Wort-Novelle eigentlich eine Kurzgeschichte hätte werden sollen … Aber wie immer entwickelten die Charaktere ein beängstigendes Eigenleben, es entstanden Plotverwicklungen auf einem Frühlingsfest, und nach überstandener Aufregung mussten zwei Männer noch klären, wie ihre Beziehung weitergeht.

Worum es geht? Einen kontrollsüchtigen Magier, einen überarbeiteten Elfen, Vertrauen, Eifersucht, Geduld und erotische Spiele mit einem Seidenschal.

Für Abonnenten meines Newsletter läuft noch bis morgen Mittag ein Gewinnspiel, wo ich 5 E-Books verlose. Wer sich also noch nicht für den Newsletter angemeldet hat – jetzt wäre ein guter Zeitpunkt 🙂

Weitere Infos zu Weg des Vertrauens gibt’s morgen am Erscheinungstag.

Fremdes Begehren – Eine Seattle Six Novelle

Nachdem Amazon letzte Nacht auf Zack war und meine Datei sofort akzeptiert hat, bin ich ein bisschen mit den Neuigkeiten hinterher. Einige von euch haben es ja schon mitbekommen 😛
Also jetzt nochmal ganz offiziell von meiner Seite: Am 25.11.2016 erscheint Fremdes Begehren, die erste Novelle der Seattle Six Reihe.

Fremdes Begehren (SS1)

Die Entstehung dieser Reihe verdanke ich Bruce Springsteen und natürlich meiner Muse. Beim letzten Konzert in München im Mai war ich ja auf den Boss konzentriert, während die Muse meine Unaufmerksamkeit ausnutzte, Ideen zu pitchen (macht sie bei jedem Konzert). Sie faselte dauernd was von Rettungsschwimmer, ich wimmelte sie ab, weil ich keine Lust auf baywatchmäßige rote Badehosen hatte. Dann kam sie mit der Küstenwache um die Ecke, schon ein wenig interessanter, und aus Gründen, die mir das Biest bis heute nicht verraten hat, spielt das Ganze in Seattle.
Aus der Coastguard in Seattle wurden 6 Freunde, von denen ich mir nicht mal mehr sicher bin, ob überhaupt einer bei der Küstenwache ist, damit war auch der Name Seattle Six geboren, und dann tauchte auch schon Fotograf Gavin auf. Ha, wenigstens ein Beruf, in dem ich mich einigermaßen auskenne, das erleichtert die Recherche 🙂
In dieser Contemporary-Reihe gibt’s klassische Gay Romance – wer verliebt sich in wen und werden sie sich kriegen? Das Drama hält sich in Grenzen, der Actionanteil auch. Zumindest ist das mein Plan. Ob sich die Muse dran hält … wir werden sehen.

Wer die Novelle schon vorbestellen will, der kann das hier tun. Die ersten drei Monate erscheint sie exklusiv im Kindle-Shop, danach gibt es sie auch für den Tolino.

Zum Abschluss noch den Klappentext inklusive Warnhinweis, damit mir keiner sagen kann, er hätte nicht gewusst, worauf er sich einlässt 😛

Jamie MacLean gilt als der Rebell seiner alteingesessenen Polizistenfamilie. Eine Rolle, die er seiner Berufswahl und seinem Singlestatus zu verdanken hat. Als er auf einer Ausstellung nicht nur an den Bildern, sondern auch am Fotografen Gefallen findet, verbietet er sich jeden Gedanken an ihn. Er wird auf keinen Fall der nächste schwule MacLean sein, der von seiner Familie ausgeschlossen wird.
Gavin Sanderson ist stets auf der Suche nach neuen Models und lädt Jamie ein, sich von ihm fotografieren zu lassen. Züchtigen Porträtaufnahmen folgt ein Shooting in den Cascade Mountains, bei dem Hüllen und Hemmungen fallen. Was mit interessierten Blicken begann, wird schnell zu einem handfesten Flirt, und Jamie muss sich die Frage stellen, ob er wirklich so straight ist, wie er glaubt.
Zurück in Seattle steht Jamie vor einer schweren Wahl: Will er weiter den Sohn spielen, den seine erzkonservativen Eltern sich wünschen? Kann er sich selbst belügen und seine aufkeimenden Gefühle für Gavin ignorieren? Oder folgt er seinem Herzen und findet heraus, was es mit diesem fremden Begehren auf sich hat, das Gavin ihn ihm weckt …

DIE SEATTLE SIX: Sechs Freunde, zusammengeschweißt durch ihre gemeinsame Collegezeit in Seattle, in der ihnen die Liebe zum eigenen Geschlecht zu oft Schwierigkeiten bereitete. Eine Reihe von Novellen erzählt von ihren Abenteuern auf der Suche nach Mr. Right.

Warnhinweis: Enthält einen sexy Fotografen, der seine Hemmungen verliert, einen verwirrten Polizisten, der seine Hüllen verliert, eine einsame Hütte, eiskalte Flüsse, heiße Küsse und keine weiteren peinlichen Reime.
Wer mit expliziten homoerotischen Szenen nichts anfangen kann, möge etwas anderes lesen. Allen anderen wünsche ich viel Vergnügen 🙂