Veröffentlichung von „Weg des Vertrauens“

Jetzt ist die Novelle offiziell zu haben, vorerst exklusiv bei Amazon, nämlich HIER.

Das Universum versuchte zwar, mir ein paar Steine in den Weg zu legen, aber ein ungeplanter Zahnarztbesuch konnte mich höchstens im Zeitplan zurückwerfen, aber nicht aufhalten 😛 Also im Wartezimmer Kindle gezückt und ein letztes Mal Korrektur gelesen.

Ich würde mich freuen zu hören, wie euch die Novelle gefällt. Wie immer konnte ich nicht widerstehen, mit ein paar Klischees zu spielen 🙂

Jetzt beginnt der NaNo, und ich habe eine weitere Novelle und einen Roman vor mir. Wir hören uns im November!

Das Cover der neuen Novelle

Sofern die Technik mitspielt, erscheint morgen meine neue Novelle in der Will & Grayce Reihe. Weg des Vertrauens wird es die ersten 3 Monate exklusiv auf Amazon geben, was Gratislesestoff für KU-Leser bedeutet.

Müßig zu erwähnen, dass diese 40.000-Wort-Novelle eigentlich eine Kurzgeschichte hätte werden sollen … Aber wie immer entwickelten die Charaktere ein beängstigendes Eigenleben, es entstanden Plotverwicklungen auf einem Frühlingsfest, und nach überstandener Aufregung mussten zwei Männer noch klären, wie ihre Beziehung weitergeht.

Worum es geht? Einen kontrollsüchtigen Magier, einen überarbeiteten Elfen, Vertrauen, Eifersucht, Geduld und erotische Spiele mit einem Seidenschal.

Für Abonnenten meines Newsletter läuft noch bis morgen Mittag ein Gewinnspiel, wo ich 5 E-Books verlose. Wer sich also noch nicht für den Newsletter angemeldet hat – jetzt wäre ein guter Zeitpunkt 🙂

Weitere Infos zu Weg des Vertrauens gibt’s morgen am Erscheinungstag.

Wille und Wahrheit: Der Roman ist fertig. Ich auch.

Die Rohfassung von Wille und Wahrheit ist fertig.
120.500 Worte, 55 Szenen, 27 aus Wills Sicht, 28 aus Grayces, 2 Monate Schreibzeit, 1 kaputte Autorin.

Ich bin etwas überrascht über die doch ziemlich gleichmäßige Szenenverteilung. War nicht geplant, hat sich ergeben. Danke, Unterbewusstsein.
Ich bin auch gespannt, wie viele Worte ich beim Überarbeiten verlieren werde. Ich rechne mit mindestens 10 % des Wordcounts, also fliegen 10.000 Wörter sicher raus, weil ich dazu tendiere, manchmal etwas redundant zu schreiben. Okay, die kritischen Stimmen, die das Streichen von „manchmal“ verlangen, überhöre ich einfach 😛

Ich gönn mir jetzt ein Glas Wein und lass den Roman in aller Ruhe abliegen.
Zur Abwechslung schreib ich heute Abend was hübsch Zeitgenössisches, wo man keine Boten schicken muss, sondern Handys hat, keine Droschken bemüht, sondern ein Auto nehmen kann, und Mordermittlungen von moderner Technik unterstützt werden. Nachteil: Keine Magie 😦
Das wird der 1. Teil der Seattle Six-Reihe und soll noch vor der Frankfurter Buchmesse erscheinen.

Zum Abschluss ein Appetithäppchen (unkorrigiert):
Grayces Blick ruhte auf ihm, dunkel und starr, nur der schmale Kranz an flüssiger Jade loderte auf. »Du wirst mich nicht ersetzen«, flüsterte er heiser.
»Und warum nicht?« Wills Stimme klang genauso kratzig. Das Begehren hatte sich nicht verflüchtigt, sondern war durch Grayces Widerstand erst recht aufgestachelt worden.
»Weil ich dir etwas gebe, was du brauchst.«
»Und das wäre?« Will fielen ohne nachzudenken eine Menge Dinge ein, die er von dem Elfen bekam. Zuneigung, Respekt, Freundschaft. Ein offenes Ohr für seine Probleme, Ratschläge und Unterstützung. Einen traumhaften Körper und die Möglichkeit, seine sexuellen Fantasien auszuleben. Er war neugierig, was Grayce anführen würde.
Der Elf öffnete den Mund und klappte ihn wieder zu, als es hart an der Tür klopfte.
Nein. Noch nicht! Verschwinde! Will wollte hören, was Grayce zu sagen hatte.
»Darf man reinkommen, oder braucht ihr noch eine Minute, um euch wieder anzuziehen?«, ertönte Niamats laute Stimme aus dem Gang.

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P.S. Das Cover hier ist noch nicht endgültig, ich feile noch am Entwurf.

Update „Wille und Wahrheit“

Liebe Lesende!

Der unerwartete Erfolg von Pfad der Striemen, was ja als technisches Experiment gestartet war, warf meine ganzen Schreibpläne über den Haufen. Nachdem offensichtlich großes Interesse am Nachfolger bzw. dem tatsächlichen ersten Band, der klassischen Kennenlernstory von Will und Grayce, besteht, rückte das in meiner Prioritätenliste weit nach vorne.
Vorher wollte ich die nächste Kurzgeschichte mit den beiden schreiben, zur Überbrückung bis zum Winter, und fabrizierte mir damit ein wunderschönes Eigentor.

Wille und Wahrheit startete als eine Kurzgeschichte, von der ich schon die Hälfte (ungefähr 6.000 Wörter) hatte. Als ich weiterschreiben wollte, machte meine Muse mittendrin einen Schwenk zu Drama. Da ich ja keinem Plot Bunny widerstehen kann, dachte ich mir, gucken wir mal, wo das hinführt. Tja, wohin es führte, gefällt mir zwar prinzipiell (ja, ich kann auch Handlung zwischen dem Sex ;-)), aber aus der Kurzgeschichte wurde so innerhalb eines Tages Plottens und Planens eine Novelle.
Nun gut, denkt sich die Autorin, dann eben eine längere Story, ist doch wunderbar. Habt ihr mehr zum Lesen, und ich muss mich längenmäßig nicht beschränken.
Dann erreichte ich die 30.000-Wort-Marke, was eine hübsche Gesamtlänge für eine Novelle ist, und stellte fest, dass ich noch nicht einmal die Hälfte des Plots erzählt hatte.
Ups.
Okay, Pläne erneut umgeschlichtet. Wille und Wahrheit ist auf dem besten Weg zum Roman, was den Nachteil hat, dass es sich unter Garantie nicht mit einer Veröffentlichung im Juli ausgeht. Die Kurzgeschichte wäre kein Problem gewesen, aber nein, die Muse musste ja durchdrehen und mir da einen Mord und Ermittlungen in die Story packen.

Also peile ich jetzt Ende Sommer als Veröffentlichungstermin an. Ich bezweifle, dass es sich noch im August ausgeht, weil neben dem reinen Schreiben bei einem Roman das Überarbeiten auch länger dauert, ist ja auch mehr Text, an dem ich feilen muss. Die Betaleser brauchen auch länger zum Lesen, ich wiederum länger, um die Anmerkungen durchzugehen etc. Aber he, vielleicht schaffe ich es ja doch?

Jedenfalls macht das Schreiben großen Spaß, auch wenn sich wie üblich die Hauptcharaktere nie so entwickeln, wie ich das vorgesehen habe. Nachdem ich jetzt mehr als 50.000 Wörter über Will und Grayce geschrieben habe, kenne ich sie ganz gut und weiß, wie sie ticken. Wäre schön, wenn mir das mal nach nur 10.000 Wörtern passieren würde, aber das wird’s wohl nie spielen. Ich entdecke Charaktere beim Schreiben und erlebe dabei andauernd Überraschungen. Wer hätte gedacht, dass Grayce eine sarkastische Ader hat? Ich vor dem Schreiben nicht.

Wer sich schon auf eine kurze Sommerlektüre in Form einer weiteren Kurzgeschichte aus Neygara gefreut hatte, den muss ich leider auf den Spätsommer vertrösten. Dafür bekommt ihr dann mehr geboten als nur eine kleine Story, was das Lesevergnügen hoffentlich erhöht.

Ich setz mich dann mal wieder an die Tasten, ein Roman tippt sich nicht von alleine, und lasse euch ein Vorschaubild vom Cover da, als das Ganze noch als Novelle gedacht war. Wobei sich auch das Hauptmotiv noch ändern wird, weil es Zeit wird, dass wir Grayce mal von vorne sehen 😀

Wille und Wahrheit

Heute ist Tag des Kusses

Zum heutigen Tag des Kusses gibt’s einen Auszug aus meinem aktuellen Projekt Wille und Wahrheit, wieder mit meiner liebsten Mensch/Elf-Kombination:

Willard schob die Unterlippe in seiner besten Imitation eines schmollenden Kindes nach vorn. “Kein Abschiedskuss?”
Für einen Moment blitzten Grayces Zähne auf, als er lächelte. »Entschuldige. Um drei Uhr morgens sind meine Manieren nicht die besten.«
Er schlenderte zum Bett, und der Geruch von Metall und Leder kam mit ihm. Ein Geruch, den Willard schon lange mit dem Elfen verband, allerdings nicht mit seiner Kleidung und seinen Waffen, sondern dem, was sie im Schlafzimmer anstellten.
Grayce setzte sich auf die Bettkante und schob sich eine Strähne seines langen Haares hinters Ohr. Er beugte sich vor, bis sie ihre Lippen flüchtig berührten. »Schlaf weiter. Wir sehen uns später.«
»Warte.«
»Ich muss los.« Er richtete sich auf.
»Es dauert nur einen Moment.«
Seufzend beugte sich Grayce zu ihm hinunter und stützte die Hände auf die Bettkante. »Was noch?«
»Das hier.« Will schlang die Hände um den Hals des Elfen und küsste ihn. Küsste ihn richtig. Das vorher konnte man keinen Kuss nennen, das war maximal ein Küsschen gewesen. Und Küsschen mochte er nicht. Zu wenig Hautkontakt, zu wenig Leidenschaft. Zu wenig ‚ich will dir die Kleider vom Leib reißen‘, zu viel ‚wir kennen uns schon ewig‘.
Seine Zunge schob sich zwischen Grayces Lippen, und nach einem Moment des Widerstands öffnete der Elf den Mund.
Eine andere Art von Magie nahm ihren Lauf. Eine, von der Willard nicht wusste, ob er sie nicht besser beherrschte als die arkane Kraft, die ihn zu einem Magier in Diensten der Halkembra machte. Lust floss durch seine Adern wie sonst Magie, entfachte ein Feuer in seinem Körper, das sich durch alle Muskeln und Nerven zog. Grayces weicher Mund schmeckte nach Marreshey und Mann. Den Weinbrand hatten sie nach dem Essen getrunken, und er passte perfekt zu Grayce – sanft und feurig zugleich, mit einem rauchigen Nachgeschmack, der nach mehr verlangte. Die langen Haaren fielen dem Elfen auf einer Seite über die Schulter und streiften Wills Gesicht, ein zusätzliche Liebkosung, fremdartig und willkommen.
Grayces Zunge stieß gegen seine, stupste sie an, zog sich wieder zurück, nur um dieses Spiel von vorne zu beginnen, und Wills Verlangen stieg.
Die Müdigkeit löste sich in Begehren auf, und er wollte seine Finger unter die Rüstung schieben, um Grayces harte Muskeln zu spüren. Er würde scheitern, weil der Waffengürtel eng um die Hüften des Elfen lag. So begnügte er sich damit, eine Hand in Grayces Haare zu vergraben und die andere in seinen Nacken zu legen. Seine Haut war warm, und Wills Daumen legte sich auf die pochende Ader an der Seite von Grayces Hals. Der beschleunigte Puls verriet, dass nicht nur Willard vom Kuss beeindruckt war.
Langsam löste sich Grayce von seinen Lippen und lehnte die Stirn an Wills Kopf. »Ich muss gehen«, flüsterte er.
»Grayce …« Willard streichelte mit einem Finger die Spitze des geschwungenen elfischen Ohres nach, und Grayce seufzte genießerisch. »Du kannst sicher noch ein bisschen warten.«

Wille und Wahrheit

Veröffentlichung von „Pfad der Striemen“ (Will & Grayce Story 1)

„Pfad der Striemen“ ist am Sonntag bei Amazon veröffentlicht worden *happy dance*

Ich sag’s ganz ehrlich: Die erste Story über den menschlichen Magier und den elfischen Ermittler Grayce sollte nur ein Testballon sein, um zu sehen, wie der technische Aspekt einer E-Book-Veröffentlichung funktioniert. Ich rechnete nicht damit, dass irgendjemand die Geschichte kauft, weil ich keinerlei Werbung dafür betrieb und noch immer dabei bin, eine Social Media-Präsenz aufzubauen.

Als ich nach 4 Stunden 3 Stories verkauft hatte, allesamt nicht an die Verwandtschaft, war ich erstaunt.
Als ich nach einem Tag 30 Stories verkauft hatte, war ich geplättet.
Nach 3 Tagen hatte ich Platz 2 der Kindle-Charts in der Kategorie „Belletristik/Schwul“ erreicht und war völlig von den Socken.

Es war weder geplant, noch hatte ich im Entferntesten damit gerechnet, gleich mit der ersten Geschichte so viele Leser zu erreichen. Nachdem ich mir erstmal den sprichwörtlichen Hax’n ausgefreut hatte, machte ich mich daran, meine Schreibpläne zu überarbeiten. Denn jetzt haben natürlich Will und Grayce erst mal Vorrang, und ich sitze bereits an der Nachfolger-Geschichte 😀

Danke an alle LeserInnen, die mir und den beiden Jungs eine Chance gegeben haben, und danke an alle, die sich für den Newsletter angemeldet haben. Ich hoffe, die Bonusstory hat euch ebenfalls gefallen 🙂
Wer die Geschichte noch nicht kennt und wissen will, was man alles mit Jade, Ketten und Magie im Schlafzimmer angestellen kann: guckste HIER

Pfad der StriemenPfad des Gehorsams

Will & Grayce: Die Geburt zweier Charaktere

Da bald die Veröffentlichung der ersten Story zu Will & Grayce ansteht, plaudere ich ein wenig über die Entstehungsgeschichte der beiden Jungs.

Der Kern von Grayce steckt in einem Fantasy-Roman, der viel zu lang war. Unter den Szenen, die der Schere zum Opfer fielen, waren einige, die ich auf einen neuen Charakter übertrug, der nichts mit dem Roman zu tun hatte, weil sie mir zu gut gefielen, um sie einfach wegzuwerfen.
Damit war Graycennar geboren, ein elfischer Ermittler bei einer Fantasy-Variante der Polizei. Er und sein Partner bekamen die Teile ab, die ich aus dem Roman entfernte, und die Story funktionierte auch mit den beiden neuen Charakteren hervorragend. Wenn ich ehrlich bin, sogar viel besser, weil sie die spannendere (da komplexere) Beziehung haben. Das ganze Projekt steht noch auf der Warteliste, aber irgendwann widme ich mich ganz diesen beiden Figuren.

Grayce verwendete ich schließlich letztes Jahr als Hauptcharakter für eine Kurzgeschichte, die ich ursprünglich für eine Erotik-Anthologie schrieb. Da der Inhalt aber nicht mit seinem sonstigen Partner kompatibel war, entstand Will – ein Freund aus früheren Tagen. Praktisch, dass meine Elfen ein bisschen länger leben als Menschen 🙂
Dass Will Mensch ist, war Absicht, dass er auch Magier ist, war allerdings nicht geplant. Manche Dinge ergeben sich einfach beim Schreiben. Diese Magie erzeugt ganz neue Möglichkeiten für zukünftige Geschichten.

Damit war der Grundstein für Will & Grayce gelegt. Nach und nach entstand der Plot für einen Roman auch um diese beiden herum – einer, den ich noch schreiben muss.
Ich verlegte ihre Abenteuer nach Neygara, eine geteilte Stadt, durch die die Grenze zwischen Menschen- und Elfenreich verläuft. In diesem Schmelztiegel der Kulturen treffen Leute unterschiedlichster Herkunft aufeinander, und die Spannungen führen unweigerlich zu Verbrechen. Der ideale Ort, um eine Polizeitruppe zu erfinden, in der Grayce tätig ist. Dieser Berufsstand findet in Fantasy sonst wenig Beachtung, weil eine organisierte Polizei eine moderne Erfindung ist. Für gewöhnlich schreiten Milizen, Stadtwachen, der Lehnsherr oder das Militär bei Verbrechen ein. Mich reizte der Gedanke, Ermittlungsarbeit ohne moderne Technik, aber mit dem Einsatz von Magie zu zeigen.

Nachdem die Erotik-Kurzgeschichte über ein Jahr lang halbvergessen auf der Festplatte schmorte, holte ich sie wieder heraus und ergänzte sie um 3.000 Wörter.
Es war interessant, die beiden Charaktere auf diese Weise kennenzulernen – nicht durch ein langsames Herantasten, wie ich es sonst beim Schreiben eines Romans mache, sondern gleich mitten im Geschehen, in den intimsten Momenten, die zwei Personen miteinander teilen können. Das hatte den Vorteil, dass ich gleich zum Kern ihres Charakters vorstieß, und die beiden keine Chance hatten, sich hinter Schichten an Täuschungen, Lügen und Selbstbetrug zu verstecken.
Das BDSM-Element steckte schon in der kürzeren Urversion der Story, war dort allerdings eine Überraschung für mich. Es war nicht geplant gewesen, aber die Muse hatte wie immer eine andere Vorstellung 🙂 Und als Autor lernt man schnell: Du machst, was immer deine Muse von dir verlangt. Weil sie am Ende ja doch recht hat.

Das Ergebnis ist die erste Story mit Will und Grayce, die an die Öffentlichkeit gelangt. An der zweiten und dritten schreibe ich gerade, wobei die zweite eine kostenlose Bonusgeschichte für Newsletter-Abonnenten ist.