Schreibupdate

Nachdem ich in den letzten Monaten endlich wieder zu einer Schreibroutine gefunden habe und mein Brotjob mir etwas mehr Zeit lässt, geht es tatsächlich mit meinen Projekten voran. Nicht mit allen und auch nur in Babyschritten, aber immerhin voran!
Noch im Sommer soll eine neue Story erscheinen, sogar mit einer Premiere, weil es das erste meiner Bücher ist, das in Österreich spielt. Ein schüchterner Gärtner mit künstlerischen Ambitionen kümmert sich um die Pflanzen eines in Wien lebenden Engländers. Weitere Hauptrollen spielen ein Skizzenblock, ein Pool und jede Menge Kirschen.
Ich glaube, ich schreibe das nur, damit ich mir zumindest vorstellen kann, in einem Pool zu plantschen 😉 Gedankliche Hitzeflucht oder so.

Nebenbei habe ich wieder die Arbeit am zweiten Band von Seattle Six aufgenommen (weiterhin titelos) und da gerade die 50%-Marke geknackt *jubel*
Eine Veröffentlichung noch in diesem Jahr sollte sich also ausgehen, ich peile mal den Novemember an.

In ein paar Wochen kann ich euch das Cover der Pool-Kirsch-Story zeigen, dann auch mit einem konkreten Erscheinungstermin.

Bis dahin wünsche ich euch einen schönen Sommer!

Manuskript-Montag: Seattle Six 2

Ja, es gibt noch mal einen Manuskript-Montag mit Seattle Six. Und vermutlich werden noch einige mit Auszügen folgen, nachdem das doch ein längerer Roman wird.

Heute stelle ich euch ein weiteres Mitglied der Freundesrunde vor: Xander. Als Schauspieler in der SF-Serie Starscape ist er meistens bei Dreharbeiten in Vancouver, kommt aber so oft es geht nach Seattle zurück, um seine Freunde zu besuchen.

Der Auszug ist wie immer unlektoriert und unkorrigiert.

Gavin öffnete die Haustür und deutete mit einer schwungvollen Bewegung an sich vorbei. »Komm rein.«
Xander drückte seine Faust an Gavins und marschierte an ihm vorbei. »Freut mich, dass es doch noch geklappt hat.«
Mich weniger. Aber er war zu höflich, um seinem Freund das zu sagen. »Willst du gleich anfangen oder zuerst was trinken?«
»Kommt darauf an, wie viel Zeit du hast.« Xander stellte seine Tasche neben der Couch im Wohnzimmer ab. Er trug ein weißes Hemd und Jeans, was Gavin an Jamie erinnerte. An ihr Fotoshooting in seinem Haus. Wo es diesen Moment gegeben hatte …
Toll. Ich werde beim Anblick von einem weißen Hemd nie wieder an was anderes denken können.
»Den ganzen restlichen Tag.« Leider. Gavin hatte vorgehabt, um diese Zeit gemütlich auf der Terrasse seiner Hütte zu sitzen, mit einem Drink in der Hand dem Bach beim Gurgeln zuzusehen und von einer ersten Runde Sex erschöpft und befriedigt zu sein.
»Ich dachte, du hast noch was Wichtiges vor?«
»Dachte ich auch.«
»Oh.« Xander ließ sich aufs Sofa fallen und streckte die langen Beine aus. Er sah noch müder aus als heute Vormittag. Nur seine Haare waren irgendwie anders. »Bist du versetzt worden?«
»Nicht wirklich. Warst du beim Friseur?«
»Ja.« Er strich mit einer Hand über die kurzgeschorene Seite. »Nachdem ich ohnehin eine Perücke trage, ist den Produzenten egal, welche Frisur ich habe.« Er zog an einer der längeren Haarsträhnen am Oberkopf. »Ganz im Gegensatz zum armen Rupert. Als er sich die Haare hat abschneiden lassen, sind sie ausgeflippt.«
»Sieht gut aus. Was willst du trinken?«
»Danke. Wasser, bitte. Ich war ein böser Bube und die ganze Woche nicht im Fitnessstudio. Muss mir mein Bier erst verdienen.«
»So viel Stress in der Arbeit oder anderwertig beschäftigt?« Gavin wackelte vielsagend mit den Augenbrauen.
»Ersteres. Wir hatten vier Drehtage bis elf Uhr abends, und nachdem ich jeden Tag um fünf am Set sein muss, war Training echt nicht drin.« Seufzend lehnte er sich zurück und fuhr sich mit beiden Händen übers Gesicht. »Spiel nie ein Alien, haben sie gesagt. Jedenfalls nicht mehrere Folgen lang, haben sie gesagt. Weil das Make-up ewig dauert.« Er verschränkte die Hände hinterm Kopf. »Und recht hatten sie.«
»So viel Make-up trägst du doch gar nicht.« Ishar, der Außerirdischen, den Xander in der Serie Starscape spielte, hatte ein paar Stirnwülste und einige Kerben in der Nase, also nichts, was Gavin für sonderlich aufwendig hielt.
»Seitdem wir HD drehen, ist das Make-up noch aufwendiger und dauert länger. Weil du jeden winzigen Fehler siehst. Also verbringe ich die Hälfte meiner Drehtage in der Maske.«
Gavin ging in die Küche und holte zwei Flaschen mit Wasser. Xander nahm sich eine und schraubte sie auf.
»Ein Gutes hat die Sache ja.«
»Abgesehen von einem großzügigen Scheck jeden Monat, internationaler Berühmtheit und der Sicherheit, dass sich daran die nächsten Jahre nichts ändern wird?«
»Verschrei es nicht. So eine Serie wird schneller abgesetzt, als uns allen in diesem Business lieb ist. Ich meinte damit, dass ich in letzter Zeit echt viel lese. Oder Hörbücher höre, während meine Engel an mir rumfummeln.« Er nahm einen langen Schluck. »Und du bist noch nicht vom Haken. Was ist mit deinem Date?«
»Warum gehst du von einer Verabredung aus?«
»Weil du diesen enttäuschter-Welpe-mit-dem-niemand-spielen-will-Blick aufgesetzt hast. Und den habe ich in den letzten Jahren sehr selten gesehen. Also bin ich jetzt natürlich mörderisch neugierig.«
Erwischt. »Okay, es war eine Verabredung.«
»Mann, Gav, jetzt lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen.« Xander winkte energisch mit zwei Fingern. »Details, Alter, ich will Details!«
»Es ist noch nichts Festes. Ich möchte ungern darüber plaudern, solange ich nicht weiß, wie sich diese Beziehung entwickelt.« Den Versuch war es wert, Xander damit zufriedenzustellen, auch wenn Gavin sich eine allzu großen Chancen ausrechnete, mit dieser mageren, wenngleich ehrlichen Auskunft davonzukommen.
»Ha!« Xander zeigte mit dem Finger auf ihn. »Du hast Beziehung gesagt. Also ist da schon mehr im Spiel.«
Gavin verdrehte die Augen. »Allgemein Beziehung zu einem anderen Menschen. Nicht im romantischen Sinn.«
»Mir doch egal, wie du es definierst.«
»Hast du heute beim Brunch nicht zugehört? Ich möchte noch nicht darüber reden.«
»Wirklich nicht?« Jetzt hatte Xander einen Welpenblick aufgesetzt. »Du weißt, dass du mir alles sagen kannst.«
»Natürlich weiß ich das. Ich will nur nicht.«

Mehr von Gavin, Jamie und ein klein wenig von Xander gibt es bald wieder auf diesem Kanal. Also schalten Sie ein, wenn es wieder heißt: „Seattle Six. Abenteuer in fremden Hosen.“ 😉

Manuskript-Montag: Seattle Six 2

Ich erkläre den heutigen Tag zum Manuskript-Montag und belebe diese Seite mit einem kleinen Auszug (unlektoriert, unkorrigiert) aus dem Manuskript, an dem ich zur Zeit arbeite – Teil 2 der Seattle Six-Reihe, die sich hauptsächlich um Gavin und Jamie, das Paar aus Teil 1 dreht und daneben einige der zukünftigen Protagonisten vorstellt.

Gavin trat aus dem Aufzug und konnte sich seinen Anfall von Nervosität nicht erklären. Jamie wusste, dass er kam, schließlich hatte er ihm die Haustür mit dem Summer geöffnet. Die ganze Woche hatten sie sich SMS geschrieben und ein paar Mal telefoniert. Es war ja nicht so, als ob sie einander völlig fremd wären. Sie hatten sogar schon Sex gehabt, und jede Befangenheit sollte spätestens damit verflogen sein.
Und dennoch kribbelte es in seinem Magen, als hätte er Ameisen zum Brunch gehabt und noch immer nicht verdaut, sein Herzschlag beschleunigte sich und seine Handflächen wurden feucht. Schnell wischte er sie an seiner Jeans ab und ging zur Jamies Wohnungstür.
Kaum hatte er angeklopft, als sie auch schon geöffnet wurde. Jamie stand in der Tür und trug nicht wie erwartet ein breites Grinsen im Gesicht, sondern ein schüchternes Lächeln. »Hi.« Er trat beiseite und machte eine einladende Geste. »Komm rein.«
»Hallo.« Gavin verharrte an der Schwelle. Sollte er ihm die Hand geben? Ihm umarmen? Ihn gar küssen? Besser nicht bei geöffneter Tür. Laut Jamie war seine Nachbarin eine Meisterspionin, von der jeder CIA-Agent noch etwas hätte lernen können. Er ging an Jamie vorbei, und als die Tür ins Schloss fiel, drehte er sich um. »Ich …« Er hob die Hände, wusste dann aber nicht, was er mit ihnen anstellen sollte, und ließ sie wieder sinken.
»Schön, dass du da bist.« Jamies Lächeln verblasste, und er fuhr sich mit einer Hand durch die kurzen Haare. »Hör zu, ich hab echt keine Ahnung, was das Protokoll für solche Fälle ist. Geben wir uns die Hand? Oder ist ein Kuss zur Begrüßung okay? «
Erleichtert schnaubte Gavin. »Was immer dir lieber ist.«
»Küssen.« Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen, und noch ehe sich Gavin darauf einstellen konnte, hatte Jamie die Distanz zwischen ihnen überbrückt und drückte die Lippen auf seine.
Der Kuss war eher ein Küsschen, mit geschlossenem Mund und ohne auch nur eine Spur Feuchtigkeit oder Leidenschaft. Vermutlich war das passend für eine Begrüßung. Aber es war auch total unbefriedigend.
Jamie trat einen Schritt zurück, und Gavin folgte ihm wie an einer unsichtbaren Schnur. Kaum hatte er die Arme um die Mitte des Mannes gelegt, verlor dieser jede Zurückhaltung, kam Gavin sofort entgegen und musste nicht im Geringsten herangezogen werden.
»Zu wenig?«, flüsterte Jamie und streckte einladend den Kopf vor.
»Viel zu wenig.« Gavin ließ sich nicht zweimal bitten und küsste ihn auf den Mund. Diesmal richtig. Ließ seine Zunge über die weichen Lippen gleiten, öffnete sie, ohne auf Widerstand zu stoßen, und dann explodierten die Schmetterlinge in seinem Bauch und hinterließen Hitze, die sich durch seinen ganzen Körper zog.
Jamies Hände landeten auf seinem Nacken, eine wanderte seinen Rücken hinunter, während die andere durch Gavins Haare streichelte, und dann zog Jamie ihn an sich. Ihre Hüften berührten sich, ihre Brust ebenfalls, und keiner hatte eine Chance zu verbergen, wie sehr dieser Kuss ihn in Aufregung versetzte.
Aus dem einen Kuss wurden mehrere, bis sich nicht mehr sagen ließ, wo einer aufhörte und der nächste anfing. Irgendwie schafften sie es, dabei nicht zu ersticken. Gavin zerrte an Jamies Shirt, weil er mehr spüren wollte als nur Stoff. Er brauchte Haut, brauchte die Muskeln darunter, musste den ganzen Mann spüren, der sich ihm entgegendrängte und das komplette Gegenteil des unsicheren, nahezu schüchternen Kerls war, den er vor einer Woche in seiner Hütte in den Cascades erlebt hatte.
»Wir sollten …«, stieß Jamie hervor, nur um gleich darauf mit den Zähnen an Gavins Unterlippe zu ziehen.
»Was?« Mehr brachte Gavin nicht heraus. Die leichten Bisse lösten minimalen Schmerz aus und maximale Lust.
»Auto.« Jamies Hand landete auf Gavins Hintern, und die Finger gruben sich hinein. »Hütte.« Diese wunderbare Hand presste Gavin noch fester an Jamies Schritt, und bei der harten Länge unter dem Jeansstoff überluden Gavins Gehirnzellen und blinkten nur noch hektisch, statt irgendwelche sinnvollen Infos weiterzuleiten.
Da war was mit Hütte gewesen. Und Autofahren.
Seine Hütte.
In den Bergen.
Wo sie das Wochenende verbringen wollten.
Ja, genau, das war der Plan gewesen. Ein guter Plan. Je früher sie aufbrachen, desto mehr Zeit könnten sie dort verbringen. Allein. Ungestört. Weitab von lästigen Nachbarn und alltäglichen Verpflichtungen.
»Richtig«, brachte Gavin zwischen zwei hektischen Atemzügen heraus, nur um gleich darauf wieder diesen weichen, feuchten Mund zu attackieren.
Dort hatte er Jamie das erste Mal nackt gesehen.
Und das war’s dann wieder mit seiner Hirntätigkeit.
Jamie nahm den Kopf zurück, weit genug, um ihm in die Augen zu sehen. »Es wäre vermutlich sicherer, wenn wir zuerst diese … Anspannung loswerden.«
»Sicherer«, echote Gavin und schob beide Hände unter Jamies Shirt, bis sie auf seiner Brust lagen.
»Ja. Sonst kannst du dich nicht aufs Fahren konzentrieren.«
Gavin musste grinsen. »Da kommt der Cop durch, oder?«
Jamie zuckte leicht mit den Achseln. »Wenn du es so nennen willst …« Er zog einen Mundwinkel hoch, was in einem halbseitigen Lächeln endete. »Ich wollte dir nur die Chance geben, einen guten Grund zu haben, damit wir gleich jetzt und hier Sex haben und nicht zwei Stunden warten, bis wir in der Hütte sind.«
»Ich bin scharf auf dich. Reicht das nicht als Grund?«
»Guter Grund«, murmelte Jamie, nahm seine Hand und zog ihn mit sich.
»Schlafzimmer?« Gavin hätte es auch an Ort und Stelle im Flur getan, musste aber zugeben, dass ein Bett bequemer klang.
»Yep. Sonst reiß ich dir hier die Jeans runter und wir sauen den Gang ein, weil ich in der Garderobe keine Kondome aufbewahre.«
»Ein Fehler.«
»Ich werde ihn demnächst beheben.«

Seattle Six: Die Entwicklung eines Plots

Die Grundidee der Seattle Six Reihe ist recht simpel: 6 Freunde, die sich auf dem College kennenlernten und auch über 10 Jahre später noch befreundet sind, und ihre Suche nach Mr. Right. Oder manchmal auch nur Mr. Right Now 😉
Aber diese Grundidee ist natürlich noch lange kein Plot. Schon gar nicht für die erste Geschichte Fremdes Begehren. Der Plot entwickelte sich, wie könnte es anders sein, nicht ganz wie geplant, und nahm (auch keine Überraschung) unvorhergesehene Abzweigungen.

Am Anfang stand der Sex. Genauer gesagt eine Sexszene. Sie stammt aus einer Kurzgeschichte, die ich für eine Ausschreibung verfasst hatte, die aber nicht genommen wurde (ich bemerke hier einen Trend – bei Pfad der Striemen fing’s ähnlich an). Immer bemüht, nichts umsonst geschrieben zu haben und alles wiederzuverwerten, dachte ich mir, ich nehme einfach diese Szene und baue einen ausführlichen Plot drum herum.

In der Szene geht’s um das erste Mal Sex von einem Mann mit einem anderen Mann. Ooookay, was machen wir daraus? Ich brauche zwei Charaktere. Einen, dem noch nicht ganz klar ist, dass er auf Männer steht, und einen, der absolut „out of the closet“ ist. Nachdem ich nicht wirklich ein Fan vom „Gay for You“ Konzept bin, wollte ich Typ Nr. 1 etwas mehr Background geben, so dass sein Interesse fürs eigene Geschlecht nicht urplötzlich auftritt, sondern ein lange verdrängter Wunsch ist.
Damit war auch klar, dass er keiner der Seattle Six sein konnte, weil die wissen, dass sie schwul sind (auch voneinander). Was mich zu Typ Nr. 2 brachte, und dann folgte die Berufssuche. Ich wählte etwas Naheliegendes, was mir hoffentlich Recherche ersparen würde (ha ha, der Punkt ging so was von nach hinten los) – einen Fotografen. Ich kenne mich einigermaßen mit Fotografie aus, also hatte ich da einen Bezugspunkt. Und ausnahmsweise schnell einen Namen: Gavin. Eine Überraschung, weil ich sonst tage- oder gar wochenlang über Namen brüte.
Dass Jamie dann Polizist wurde, war weniger eine bewusste Überlegung, sondern mehr der Gedankenblitz „jep, der ist Cop“. Wenn was passt, fragen wir Autoren nicht nach, warum das so ist. Just go with the flow … 😀

Zwei Männer, zwei Namen, zwei Berufe. Damit waren die Grundlagen geschaffen, fehlten noch ein Aufeinandertreffen und der Konflikt.

Also, wie krieg ich die beiden an einen Ort? Strafzettel verteilen? Zu oft gelesen. Gavin wird des Mordes verdächtigt? Zu kompliziert. Da müsste ich mir einen Kirmiplot einfallen lassen, und ich wollte nicht Romantic Suspense schreiben. Gavin fotografiert etwas, was mit einem Verbrechen zu tun hat? Siehe vorherigen Punkt.
Schließlich landete ich bei der Ausstellung. Jamie wird von seinem besten Freund zwangsrekrutiert, ihn zu begleiten, und trifft dort auf den Fotografen. Jetzt nicht gerade ein Ausbund an Originalität, dafür absolut plausibel und gleichzeitig eine gute Gelegenheit, Jamies Reaktion auf die Bilder nackter Männer einzuarbeiten.
Nach diesem Anfang entwickelte sich der Rest des Plots relativ geradlinig (und glaubt mir, ich wünschte, ich könnte das öfter behaupten). Gavin lädt Jamie zu einem Shooting ein (weil er hin und weg von ihm ist, aber das wissen zu dem Zeitpunkt nur Gavin und die Autorin), dann zu einem zweiten in den Bergen, und schon sind die beiden beim Flirten.
Der Konflikt, der sich durchs ganze Buch zieht, ist Jamies Kampf mit sich selbst, ob er sich wirklich seinen tiefsten Wünschen stellen will … und den Rest müsst ihr schon selbst lesen 😛
Dazwischen gab’s natürlich die unvermeidlichen Überraschungen beim Schreiben. Jamies Gespräch mit Takeo war nicht geplant, das ergab sich einfach, weil der Mann unbedingt mit jemanden reden musste. Die Vorliebe für obskure Science Fiction Filme entstand mitten in der Szene, und das Foto, das später in einer Tasche landet, war eine spontane Idee in dem Moment, in dem die Tasche im Zimmer auftauchte. So sehr ich auch meine Plots durchzuplanen versuche, weil mir das einen roten Faden gibt, so oft passieren solche spontanen Einfälle.

Was die Sexszene angeht, mit der alles seinen Anfang nahm: War ja klar, dass ich sie am Ende nicht einbaute, weil die Charaktere sich ganz anders entwickelten und es leichter ist, eine neue Szene für sie zu schreiben als eine bestehende umzuschreiben. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich diese 3.500 Wörte irgendwann irgendwo mit mehr Plot als nur „sie trafen sich und landeten im Bett“ unterbringe …

Später stellte ich beim Schreiben natürlich fest, dass ich doch jede Menge Recherche betreiben musste. Aber mehr dazu im nächsten Blogpost, wenn es wieder heißt: Hintergrundwissen zu Seattle Six, oder: Keine Planung eines meiner Schreibprojekte überlebt den Kontakt mit der Tastatur 🙂

Seattle Six: Coverdesign

Ich verrate euch ein Geheimnis: Ich mache meine Cover nicht ganz allein. Ich bin zwar im Impressum als alleinige Designerin aufgeführt, aber ich habe Hilfe. Hilfe, die großzügigerweise auf die Nennung ihres Namens verzichtet. Alle Cover sind eine Gemeinschaftsarbeit – ich liefere die Ideen und meckere herum, mein Grafiker setzt die Ideen um und verliert nicht die Geduld.

Da ich für den ersten Band von Seattle Six noch eine Menge Entwürfe gespeichert habe, dachte ich mir, ich zeig euch mal, wie der Prozess des Coverdesigns im Zeitraffer abläuft.

Bei dieser zeitgenössischen Gay Romance Reihe hatte ich, wie üblich, nur rudimentäre Angaben: „Der Titel ist Fremdes Begehren, die Reihe heißt Seattle Six. Es soll klar sein, dass es eine Reihe ist, aber nicht wirklich durchnummeriert, weil sich die Bände unabhängig lesen lassen. Ich hätte gern die Skyline von Seattle, am liebsten mit der Space Needle, und ein oder zwei Jungs. Bekleidungszustand variabel. Müssen nicht nackt sein.“

Zwei Tage später erhielt ich die ersten Entwürfe:

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Entwurf 1
Das sah mir zu sehr nach Geschäftsleuten und Corporate Business aus, aber ich mochte das Bild von Seattle und die Schrift.

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Entwurf 2
Hier war das Bild von Seattle viel zu unruhig und die beiden Nackedeis ein bissi zu plakativ.

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Entwurf 3
Schöne Farbgebung, aber nicht besonders auffällig und zu generisch.

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Entwurf 4
Hier gefiel mir das der Schrift unterlegte Bild, ein Konzept, das wir schlußendlich weiterentwickelten.

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Entwurf 5
Das obere Motiv ist etwas zu dunkel, sonst gefällt’s mir noch immer sehr – wenn ich einen Thriller schreiben würde. Hm, da ist noch immer diese Idee mit dem FBI-Agenten …

Wie ihr seht, haben diese Entwürfe noch nicht so viel mit dem Endergebnis zu tun, aber es war ein Anfang. Zumindest die ideale Schrift hatten wir schon mal gefunden.

Mit der Idee „Schattenriss, das von anderem Motiv ausgefüllt wird“ gingen wir in die zweite Runde der Entwürfe:

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Entwurf 6
Die beiden Jungs fand ich sofort wunderbar. Ein Teil der Story spielt ja in den Bergen bzw. den Wäldern dort, das passt perfekt. Nur das Hintergrundbild war zu blass und das „fremdes“ zu dünn und kaum zu lesen.

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Entwurf 6A
Wir nähern uns der Sache an – der Hintergrund wurde kontrastreicher eingefärbt (Violett ist die Komplementärfarbe zu Grün, also sorgten wir für einen Lilaton im Hintergrund, damit der Vordergrund richtig schön knallt).

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Entwurf 6B
Finetuning an der Schrift und ihrer Platzierung und die Lizenzrechte an den verwendeten Bilder wurden erworben.

Schließlich das Endergebnis, zu beziehen hier:

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Final
Wir benutzten ein anderes Bild von einem Wald, um die senkrechten Linien der Skyline aufzugreifen. Der Titel wurde nicht so weit an den Rand gezogen. Gavin bekam noch eine Kamera in die Hand gedrückt, und der Seattle-Six-Schriftzug wurde der Hauptschrift angepasst.

Die Grundidee mit den Schattenrissen lässt sich auch für die folgenden Novellen abwandeln, immer ein wichtiger Gedanke, wenn’s um das Branding einer Reihe geht. Und wie die nächsten Bände aussehen werden, erfahrt ihr wieder hier, auf dem Blog eures Vertrauens 🙂

Seattle Six: Warum eine Reihe von Novellen?

Die Seattle Six Reihe ist als eine Serie von Novelle aufgebaut. Warum gerade Novellen und keine Romane oder Kurzgeschichten?

Die kurze Antwort:
Weil ich Novellen zeitlich am leichtesten schaffe und sich der Plot dafür anbietet.

Die ausführliche Antwort:
Mit der Verbreitung des E-Books erlebt die Novelle gerade einen Aufschwung. Damit sind längere Erzählungen mit einer Länge von ca. 20.000 bis 40.000 Wörtern gemeint (natürlich mit etwas Spielraum nach oben und unten).
Zu lang für eine Kurzgeschichte, zu kurz für einen Roman, steht die Novelle irgendwo dazwischen und wurde lange Zeit stiefmütterlich behandelt, weil sie zu wenig ist, um ein ganzes Buch zu füllen, aber zu viel, um in eine Kurzgeschichten-Anthologie aufgenommen zu werden. Einfach ausgedrückt: Verlage mochten sie nicht, also ließen viele Autoren die Finger davon.
Dann boomte Selfpublishing, die indivduelle Lesezeit wird immer weniger, und auf einmal waren kürzere Werke wieder gefragt.

Merkmale meiner Novellen sind in der Regel ein einziger Handlungsstrang (im Gegensatz zum Roman, wo es mehrere gibt) und maximal zwei Blickwinkel, oft erzähle ich auch nur aus der Sicht eines einzigen Charakters.
Während mich Romane Monate an Schreibzeit kosten, kriege ich Novellen in absehbarer Zeit fertig. Von Anfang bis Ende inkl. Lektorat und Korrektorat brauche ich dafür ca. 4-8 Wochen, was besser klingt als 4-8 Monate, eine Zeit, die ich für Romane veranschlage.
Schneller geschrieben, schneller überarbeitet, schneller veröffentlicht. Was wiederum bedeutet, dass ich schneller Nachschub liefern kann 🙂

Nachdem die Seattle Six Reihe keine Mörderjagd, Verbrechersuche (I’m looking at you, Grayce), Eroberungspläne fremder Reiche oder politische Intrigen enthält, gestalten sich die Plots (zumindest für mich) relativ überschaubar und ich brauche gar keine Romanlänge, um die Geschichte zu erzählen. Zwei Charaktere, ein Problem, eine Lösung (hoffe ich mal, die müssen schon die Protagonisten liefern).

Ich hätte ja Seattle Six auch gerne in Form von Kurzgeschichten aufgezogen, aber seien wir ehrlich, bis jetzt wurden aus 90 % meiner Kurzgeschichten längere Werke, weil ich jedem Plot Bunny nachjagen muss, das mir über den Weg läuft.
Aus dem Autoren-Nähkästchen geplaudert: Weg des Vertrauens? War als Kurzgeschichte geplant. Der 2. Will & Grayce Roman? Fing als Kurzgeschichte an und sprengte bald alle Dimensionen. Wilder Honig? Dito. (Kommt irgendwann nächstes Jahr)
Ich hab’s aufgegeben, mich dagegen zu wehren. Ich kann lang nun mal besser als kurz.

In Fremdes Begehren haben wir also einen Handlungsstrang und nur einen Blickwinkel, aus dem erzählt wird. Es wurden 42.000 Wörter, was ca. 190 Normseiten sind.
Die Fortsetzung plotte ich gerade und werde mich irgendwann 2017 ans Schreiben machen. Noch jagen die Plot Bunnies fröhlich über die Wiese meines Unterbewusstseins, aber ich werde die flinken Dinger schon noch einfangen …Titelseite Fremdes Begehren

Seattle Six: Warum Seattle und nicht Salzburg?

Zum Start der neuen Novelle Fremdes Begehren, die am Freitag erscheint, erzähle ich euch ein bisschen was über die Hintergründe zu dieser Reihe.

Die Seattle Six (weder Rockband noch Gang) kommen aus – no na – Seattle. Ich würde jetzt gern einen total genialen Grund nennen, warum diese Serie von Novellen in Seattle spielt, aber die Wahrheit ist: Ich bin mir selbst nicht so sicher, wie das zustande kam.

Alles fing ja mit einem Schwall an Ideen während eines Springsteen-Konzerts an, worüber ich hier schon berichtet habe.
Zuerst kam die Idee mit einem Rettungsschwimmer (nicht Baywatch, sondern Coastguard), danach die Stadt, wo ich das Ganze ansiedeln wollte. Die natürlich über eine Küstenwache verfügen und dementsprechend am Meer liegen musste. Und dann gab’s kein langes Überlegen oder stundenlanges Sinnieren, sondern BÄM – Seattle. Weil die ganze Reihe Seattle Six heißen wird, wie mich meine Muse fröhlich informierte.
Ich weiß bis heute nicht, warum ich mir eine Gruppe von sechs Freunden ausgesucht habe und nicht vier oder acht. Meine Muse (mein liebevoller Titel für mein Unterbewusstsein, dass die merkwürdigsten Sachen treibt und auf das ich alle Schuld abwälzen kann) mag Alliteration, deshalb wohl die sechs, damit’s zum S von Seattle passt. Und sieben waren ihr anscheinend zu viel.
Abgesehen von der Stationierung der Coastguard spielt auch das örtliche FBI-Büro eine Rolle. Ich wollte schon immer was mit dem FBI schreiben (alter Akte X Einfluss?), also passte es mir hervorragend, dass es in Seattle ein großes Büro gibt.
Für mich persönlich war noch wichtig, dass ich die Gegend mag. Der Staat Washington ist mit seinen Bergen und Wäldern wunderschön, und da ich selbst zwischen Bergen und Seen aufgewachsen bin, fühlte ich mich dort sofort heimisch.

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Hätte ich das Ganze auch in Mitteleuropa spielen lassen können? Bedingt. Aus der amerikanischen hätte ich die deutsche Küstenwache machen können, Berge und Wälder gibt’s hier auch genug, aber es fühlte sich irgendwie nicht richtig an. Ich wollte nicht die Salzburg Sechs draus machen und kann euch nicht mal erklären, warum nicht. Manche Dinge fühlen sich einfach perfekt an, und ich habe gelernt, in diesen Fällen nicht nachzufragen, sondern es als gegeben hinzunehmen. Außerdem hätte ich die Story-Idee mit dem FBI fallen lassen oder woandershin transplantieren müssen, was mir auch nicht behagte.

Deutschland und Österreich als Handlungsorte kommen noch, keine Sorge, dafür bin ich patriotisch genug. Wenn ich irgendwann Leos Geschichte zu Ende bekomme (der Arme wartet seit 3 Jahren darauf), dürft ihr euch auf eine Jagd durchs Alpenvorland gefasst machen, wo’s von München über Wien nach Niederösterreich und wieder retour geht. Weiterhin existieren Plots in verschiedenen Stadien (von vage Idee bis zu komplett ausgearbeitet) mit Schauplätzen in Tschechien, England, Frankreich und Südafrika. So ziemlich jeder Ort, an dem ich mal war, muss als Setting herhalten 🙂

Für meine erste Contemporary Gay Romance Reihe bleibt der Nordwesten der USA der Haupthandlungsort. Nur der Rettungsschwimmer, mit dem alles angefangen hat, ist weiterhin nicht in Sicht. Hm, ich muss diesbezüglich noch mal mit meiner Muse reden …

Fremdes Begehren – Eine Seattle Six Novelle

Nachdem Amazon letzte Nacht auf Zack war und meine Datei sofort akzeptiert hat, bin ich ein bisschen mit den Neuigkeiten hinterher. Einige von euch haben es ja schon mitbekommen 😛
Also jetzt nochmal ganz offiziell von meiner Seite: Am 25.11.2016 erscheint Fremdes Begehren, die erste Novelle der Seattle Six Reihe.

Fremdes Begehren (SS1)

Die Entstehung dieser Reihe verdanke ich Bruce Springsteen und natürlich meiner Muse. Beim letzten Konzert in München im Mai war ich ja auf den Boss konzentriert, während die Muse meine Unaufmerksamkeit ausnutzte, Ideen zu pitchen (macht sie bei jedem Konzert). Sie faselte dauernd was von Rettungsschwimmer, ich wimmelte sie ab, weil ich keine Lust auf baywatchmäßige rote Badehosen hatte. Dann kam sie mit der Küstenwache um die Ecke, schon ein wenig interessanter, und aus Gründen, die mir das Biest bis heute nicht verraten hat, spielt das Ganze in Seattle.
Aus der Coastguard in Seattle wurden 6 Freunde, von denen ich mir nicht mal mehr sicher bin, ob überhaupt einer bei der Küstenwache ist, damit war auch der Name Seattle Six geboren, und dann tauchte auch schon Fotograf Gavin auf. Ha, wenigstens ein Beruf, in dem ich mich einigermaßen auskenne, das erleichtert die Recherche 🙂
In dieser Contemporary-Reihe gibt’s klassische Gay Romance – wer verliebt sich in wen und werden sie sich kriegen? Das Drama hält sich in Grenzen, der Actionanteil auch. Zumindest ist das mein Plan. Ob sich die Muse dran hält … wir werden sehen.

Wer die Novelle schon vorbestellen will, der kann das hier tun. Die ersten drei Monate erscheint sie exklusiv im Kindle-Shop, danach gibt es sie auch für den Tolino.

Zum Abschluss noch den Klappentext inklusive Warnhinweis, damit mir keiner sagen kann, er hätte nicht gewusst, worauf er sich einlässt 😛

Jamie MacLean gilt als der Rebell seiner alteingesessenen Polizistenfamilie. Eine Rolle, die er seiner Berufswahl und seinem Singlestatus zu verdanken hat. Als er auf einer Ausstellung nicht nur an den Bildern, sondern auch am Fotografen Gefallen findet, verbietet er sich jeden Gedanken an ihn. Er wird auf keinen Fall der nächste schwule MacLean sein, der von seiner Familie ausgeschlossen wird.
Gavin Sanderson ist stets auf der Suche nach neuen Models und lädt Jamie ein, sich von ihm fotografieren zu lassen. Züchtigen Porträtaufnahmen folgt ein Shooting in den Cascade Mountains, bei dem Hüllen und Hemmungen fallen. Was mit interessierten Blicken begann, wird schnell zu einem handfesten Flirt, und Jamie muss sich die Frage stellen, ob er wirklich so straight ist, wie er glaubt.
Zurück in Seattle steht Jamie vor einer schweren Wahl: Will er weiter den Sohn spielen, den seine erzkonservativen Eltern sich wünschen? Kann er sich selbst belügen und seine aufkeimenden Gefühle für Gavin ignorieren? Oder folgt er seinem Herzen und findet heraus, was es mit diesem fremden Begehren auf sich hat, das Gavin ihn ihm weckt …

DIE SEATTLE SIX: Sechs Freunde, zusammengeschweißt durch ihre gemeinsame Collegezeit in Seattle, in der ihnen die Liebe zum eigenen Geschlecht zu oft Schwierigkeiten bereitete. Eine Reihe von Novellen erzählt von ihren Abenteuern auf der Suche nach Mr. Right.

Warnhinweis: Enthält einen sexy Fotografen, der seine Hemmungen verliert, einen verwirrten Polizisten, der seine Hüllen verliert, eine einsame Hütte, eiskalte Flüsse, heiße Küsse und keine weiteren peinlichen Reime.
Wer mit expliziten homoerotischen Szenen nichts anfangen kann, möge etwas anderes lesen. Allen anderen wünsche ich viel Vergnügen 🙂

2 Novellen und 1 Buchmesse

Der September hielt mich arbeitstechnisch fest in den Klauen, und der Brotjob ließ wenig Zeit für so Nebensächlichkeiten wie Schreiben, Lesen, Atmen. Meine wunderbaren Pläne, vor der Buchmesse noch was Neues herauszubringen, gingen nicht auf *seufz*
Tja, dann eben danach. Die neue Will & Grayce Novelle liegt bei den Betalesern, und ich erwarte gespannt ihr Urteil *nägelkau*, und die 2. Novelle nimmt langsam Gestalt an.

Ich wollte ja nur ein nettes kleines Geschichtchen über Will und Grayce und ihre komplexe Beziehung schreiben, als lesetechnische Überbrückung bis zum Erscheinen des Romans, der Ende des Jahres rauskommen wird. Aber nein, das Ding musste natürlich wieder ausarten, und aus „nett und klein“ wurden 40.000 Wörter voller Drama, Leidenschaft und ein klein wenig Sex. Weil die beiden ja erstens nicht die Finger voneinander lassen können und zweitens es schaffen, ihre ohnehin durch äußere Umstände komplizierte Beziehung noch schwieriger zu machen. Sturschädel, alle beide.
Jedenfalls sollte es Ende Oktober soweit sein, dass die Novelle, an deren Titel ich noch feile, erscheint.

Novelle Nr. 2 gedeiht munter vor sich hin und ist zur Abwechslung etwas Zeitgenössisches. So ganz ohne Fantasy. Wer meine Muse kennt, darf schockiert sein 😛
Eine klassische Gay Romance über zwei Männer, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben und sich auf den zweiten weit besser verstehen, als sie vermutet hätten. Das Ganze spielt in und um Seattle, wo es wundervolle Berge, ruhige Wälder und eiskalte Flüsse gibt. In denen ein Charakter gerade äußerst nackt herumsteht und sich bei der Autorin aufregt, dass es saukalt ist und ich ihn gefälligst da rausholen soll.

Jetzt stürze ich mich in die Vorbereitungen zur Buchmesse. Sollte irgendjemand von euch auch in Frankfurt sein und Lust auf ein Kennenlernen haben, dann schickt mir einfach eine Email oder Nachricht über Facebook, ich bin am Donnerstag und Freitag dort. Ich würde mich freuen, ein paar meiner LeserInnen und andere AutorInnen zu treffen 🙂

Wille und Wahrheit: Der Roman ist fertig. Ich auch.

Die Rohfassung von Wille und Wahrheit ist fertig.
120.500 Worte, 55 Szenen, 27 aus Wills Sicht, 28 aus Grayces, 2 Monate Schreibzeit, 1 kaputte Autorin.

Ich bin etwas überrascht über die doch ziemlich gleichmäßige Szenenverteilung. War nicht geplant, hat sich ergeben. Danke, Unterbewusstsein.
Ich bin auch gespannt, wie viele Worte ich beim Überarbeiten verlieren werde. Ich rechne mit mindestens 10 % des Wordcounts, also fliegen 10.000 Wörter sicher raus, weil ich dazu tendiere, manchmal etwas redundant zu schreiben. Okay, die kritischen Stimmen, die das Streichen von „manchmal“ verlangen, überhöre ich einfach 😛

Ich gönn mir jetzt ein Glas Wein und lass den Roman in aller Ruhe abliegen.
Zur Abwechslung schreib ich heute Abend was hübsch Zeitgenössisches, wo man keine Boten schicken muss, sondern Handys hat, keine Droschken bemüht, sondern ein Auto nehmen kann, und Mordermittlungen von moderner Technik unterstützt werden. Nachteil: Keine Magie 😦
Das wird der 1. Teil der Seattle Six-Reihe und soll noch vor der Frankfurter Buchmesse erscheinen.

Zum Abschluss ein Appetithäppchen (unkorrigiert):
Grayces Blick ruhte auf ihm, dunkel und starr, nur der schmale Kranz an flüssiger Jade loderte auf. »Du wirst mich nicht ersetzen«, flüsterte er heiser.
»Und warum nicht?« Wills Stimme klang genauso kratzig. Das Begehren hatte sich nicht verflüchtigt, sondern war durch Grayces Widerstand erst recht aufgestachelt worden.
»Weil ich dir etwas gebe, was du brauchst.«
»Und das wäre?« Will fielen ohne nachzudenken eine Menge Dinge ein, die er von dem Elfen bekam. Zuneigung, Respekt, Freundschaft. Ein offenes Ohr für seine Probleme, Ratschläge und Unterstützung. Einen traumhaften Körper und die Möglichkeit, seine sexuellen Fantasien auszuleben. Er war neugierig, was Grayce anführen würde.
Der Elf öffnete den Mund und klappte ihn wieder zu, als es hart an der Tür klopfte.
Nein. Noch nicht! Verschwinde! Will wollte hören, was Grayce zu sagen hatte.
»Darf man reinkommen, oder braucht ihr noch eine Minute, um euch wieder anzuziehen?«, ertönte Niamats laute Stimme aus dem Gang.

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P.S. Das Cover hier ist noch nicht endgültig, ich feile noch am Entwurf.