Neuerscheinung: „Kein Schicksal“

Der zweite Band der Seattle-Six-Reihe, KEIN SCHICKSAL, ist nach laaanger Wartezeit endlich erschienen!
Ich lade euch zu weiteren Abenteuern mit Gavin und Jamie auf ihrem steinigen Weg zum ersten offiziellen Date ein, was so viel einfacher wäre, wenn das Leben (und die Autorin) ihnen nicht ständig Hindernisse in den Weg stellen würde.
Schon Shakespeare schrieb, dass es mit der wahren Liebe niemals glatt läuft – „The course of true love never did run smooth.“

Es ist das längste Buch, das ich bislang veröffentlicht habe, und ich hoffe, euch damit einige schöne Lesestunden zu bescheren. Begleitet meine beiden Jungs beim emotionalen Kampf gegen ihre Ängste und Zweifel und seid dabei, wie sie sich trotz Unsicherheit und Besorgnis öffnen, um Liebe und Vertrauen wachsen zu lassen.



Der Fotograf Gavin Sanderson hat in Jamie seinen Traummann gefunden. Nachdem sich die beiden bei einem privaten Shooting näherkamen, möchte Gavin unbedingt mehr Zeit mit dem sexy Cop verbringen, um herauszufinden, ob sie mehr als nur unglaubliche Chemie im Bett verbindet.

Jamie MacLean hat sich nach Jahren des Versteckspiels endlich zu seiner Homosexualität bekannt. Gavin ging ihm so sehr unter die Haut, dass sich Jamie nicht länger selbst belügen konnte.
Doch noch weiß niemand aus seinem Umfeld, dass er schwul ist. Ein Umstand, den er ändern muss, wenn seine Beziehung mit Gavin eine Zukunft haben soll.

Beide wollen unbedingt ihr erstes »offizielles« Date nachholen, doch ständig stoßen sie auf Hindernisse, die einen romantischen Abend verhindern: Familienmitglieder in einer Krise, Freunde in Not, ein missglücktes Outing, eine Autopanne, Stress im Job, ein medizinischer Notfall …
Dadurch wachsen Gavins Unsicherheiten in Bezug auf Jamies Gefühle und dessen Beruf als Cop, während sich Jamie mit einer homophoben Familie und einem kräfteraubenden Arbeitseinsatz konfrontiert sieht.

Versucht das Schicksal, ihnen einen Wink zu geben, es bei einer kurzen Affäre zu belassen? Oder lohnt es sich, Zweifel und Ängste zu überwinden und für ihre frische Beziehung zu kämpfen, damit daraus Liebe erwachsen kann?

Hinweis: Enthält einen unsicheren Fotografen, der seine Geduld und Nerven verliert, einen überarbeiteten Cop, der Angst hat, seine Familie zu verlieren, Date-Versuche voller Unterbrechungen, einen Polizeieinsatz mit einem unfreiwilligen Zeugen, einen Krankenhausaufenthalt und statt eines Silberstreifs einen ganzen Regenbogen am Horizont.


SEATTLE SIX: Sechs Freunde, zusammengeschweißt durch ihre gemeinsame Collegezeit in Seattle, in der ihnen die Liebe zum eigenen Geschlecht oft genug Schwierigkeiten bereitete. Eine Reihe von Romanen erzählt von ihren Abenteuern auf der Suche nach Mr. Right.

Kein Schicksal hat 117.000 Wörter (ca. 460 Taschenbuchseiten). Der zweite Roman der SeattleSix-Reihe schließt chronologisch und inhaltlich direkt an Band 1, Fremdes Begehren an, kann jedoch auch unabhängig gelesen werden.


Ich hoffe, euch gefällt dieser Liebesroman und ihr freut euch mit mir auf weitere Bücher zu den Seattle Six 🙂

Auszug aus Seattle Six 2

Zur Überbrückung bis zum Erscheinen vom zweiten Band der SeattleSix-Reihe Kein Schicksal nächste Woche präsentiere ich hier schon mal eine Szene vom Anfang als Appetithappen 🙂


Als Jamie am Montagabend ins Fitnessstudio kam, befand sich Takeo bereits auf dem Laufband. Dem dünnen Schweißfilm auf seiner Stirn nach zu schließen bereits länger als eine Viertelstunde.
Neben ihm war noch ein freier Platz und Jamie hängte sein Handtuch über den Rand der Bedienkonsole, ehe er sich aufs Laufband stellte. So viel er gestern auch auf den Beinen gewesen war, so viele Stunden hatte er heute an seinem Schreibtisch zugebracht, und sein steifer Rücken würde ihm die Bewegung danken.
Normalerweise lief er lieber im Freien und joggte im Discovery Park oder im Queen Anne Greenbelt, falls er keine Lust hatte, ins Umland zu fahren, aber bei dem heutigen Nieselregen war er dankbar, ein Treffen mit Takeo in ihrem Stamm-Studio ausgemacht zu haben.
Sie arbeiteten beide im West Precinct, wenn auch in unterschiedlichen Abteilungen, und dieses Gym lag dem Polizeirevier am nächsten. Deshalb bestanden die Kunden auch zum Großteil aus Cops.
»Hey.« Takeo sah zu ihm, ohne das Tempo zu verlangsamen, und streckte ihm seine Faust entgegen.
»Hi.« Jamie begrüßte ihn mit ihrem üblichen Handschlag und stellte ein gemütliches Tempo zum Aufwärmen ein. Mit einem leisen Surren setzte sich das Band in Bewegung und Jamie ebenfalls. Ohne Surren. »Wie läuft’s?«
»Das Band läuft, ich laufe, im Job läuft’s. Mal besser, mal schlechter. Viel Arbeit, wenig Freizeit, noch viel weniger Zeit für Bekanntschaften. Bei dir?« Er atmete schnell, hatte aber keine Probleme zu reden.
»Ähnlich. Dermaßen viel zu tun, dass ich zwei Wochen durcharbeiten könnte, ohne dass mir langweilig wird. Sehe meine Wohnung nur noch zum Schlafen.«
»Wenn du nicht zu Hause bist, kannst du auch keine Unordnung veranstalten, die du dann wegräumen müsstest.«
»Auch wieder wahr. Mir wäre trotzdem etwas mehr Freizeit lieber. Und weniger Einsätze bei Nacht. Versauen mir komplett meinen Schlafrhythmus.«
»Kenne ich noch vom Streifendienst. War eine grausame Zeit.«
»Ich darf ab nächster Woche meine mir in der College-Zeit mühsam erworbenen Fähigkeiten einsetzen. Wenn ich Glück habe.« Die Geschwindigkeit war so gewählt, dass er noch nicht laufen musste, sondern schnelles Gehen reichte, und er rollte mit dem Schultern, die nach einem langen Arbeitstag verspannt waren.
»Flirten und trinken?«
»Drinks mischen.«
»Hm?« Takeo sah kurz zu ihm. »Du hast wieder einen Nebenjob als Barkeeper angenommen? Willst du auf ein Haus sparen?«
»War nicht meine Idee, sondern Millers.« Jamie zog im Gehen den Kopf in Richtung Schulter, zuerst auf die eine, dann auf die andere Seite. Schmerz schoss seinen Nacken hinauf. »Verdeckte Ermittlungen und so.«
»Oh, dann war der Nebenjob gut angelegte Zeit. Du wirst vom normalen Dienst abgezogen?«
»Vermutlich. Muss aber erst den Probetag hinter mich bringen. Stehe noch auf der Vielleicht-Liste vom Barbesitzer.«
Takeo war klug genug, nicht nachzufragen, um wen es sich handelte, da ihm Jamie ohnehin nichts verraten würde. Was der Mann nicht wusste, konnte er nicht ausplaudern, nicht einmal unbewusst. »Dann wirst du wohl gar nicht mehr in deine Wohnung kommen, oder? Noch weniger Unordnung.«
»Und noch weniger Zeit für ein Privatleben.« Mit einem Seufzen erhöhte Jamie das Tempo und joggte langsam dahin.
Takeo warf einen Seitenblick zu der Frau neben ihm, die gerade vom Laufband stieg. Jetzt waren sie allein in dieser Ecke. »Wie war es mit Gavin?«, fragte er halblaut und sah zu Jamie. Er bemühte sich sichtlich, nicht zu neugierig dreinzuschauen, und versagte ziemlich darin.
»Nett.«
»Nett?« Takeo zog die feinen Augenbrauen hoch und trabte unverdrossen weiter, auch wenn er weiter Jamie anblickte. »Das ist alles, was du mir gibst?«
»Was willst du hören?«
»Details. Alle schmutzigen Einzelheiten. Und von mir aus auch die sauberen.«
»Wir hatten eine schöne Zeit auf der Hütte. Er hat viele Fotos von mir gemacht. Sein Kuchen ist toll.«
»Mein Gott, Jay.« Takeos Schritte blieben gleichmäßig, nur seine Stimme wurde eine Spur lauter. »Lass mich doch nicht verhungern.«
»Ach, du siehst so aus, als stündest du ganz gut im Futter.«
»Gut im Futter?« Takeo klopfte sich auf den Bauch unter dem engen T-Shirt. »Alles Muskeln. Ich verbringe nicht mindestens dreimal die Woche meine spärliche Freizeit hier, weil mir langweilig ist.«
»Sondern weil du mit einen Traumkörper über deinen Mangel an Charme hinwegtäuschen willst?«
»Haha. Ich habe genug Charme für drei Leben. Also?«
Jamie sah geradeaus zum Fenster hinaus. Der Abend wurde von Straßenlaternen, Scheinwerfern und Lampen hinter den Fensterscheiben der gegenüberliegenden Geschäfte und sich darüber befindlichen Wohnungen beleuchtet. Eigentlich wollte er jetzt nur noch heim, unter die Dusche und sich ins Bett verkriechen. Sein Elan von gestern, mit Takeo zu reden, war wie weggewischt und hatte einer umfassenden Müdigkeit Platz gemacht. Sie war zum Teil körperlicher Natur, weil seine Tage anstrengend und seine Nächte kurz waren, aber zum Teil war er einfach geistig erschöpft.
Ständig musste er an seine Familie denken. Diese hatte bereits vor Jahren klargemacht, was sie von Homosexualität hielt. Nämlich nichts. Gar nichts. Und sich vor ihr als schwul zu outen … Er hätte lieber Glasscherben gegessen und mit Säure hinuntergespült.
Er hatte auch viel an Takeo gedacht. Ob dieser wirklich so cool reagieren würde, wie Jamie hoffte. Oder ob er genauso erschüttert von der Erkenntnis sein würde wie Jamie selbst.
Und er dachte ständig an Gavin. Diese Gedanken waren wenigstens zum Teil erfreulich. Zum Teil … nicht einmal das. Denn er machte sich Sorgen, ob er Gavin irgendwie enttäuschen würde, wenn er sein Outing einfach so lange wie möglich hinausschob. Ob der Mann ihn dann fallen lassen würde. Wie viel Zeit Jamie wohl hatte, bis Gavins Geduldsfaden riss und er sich nach einem Mann umsah, der eine weniger komplizierte Familie hatte.
Dabei wusste Gavin noch nicht einmal, wie viel Zeit Jamies Job verschlang, und war von ihm noch nicht versetzt worden, weil Jamie Überstunden machen musste.
Aber er konnte sich auch nicht einfach verkriechen und hoffen, dass es besser werden würde. Mit der Einstellung würde er sich keinen Gefallen tun. Besser war es, sein Leben selbst auf die Reihe zu kriegen. Immer einen Schritt nach dem anderen.
Und so nervig Takeo auch sein konnte, war er doch ein treuer Freund und exzellenter Zuhörer, der durchaus hilfreiche Ratschläge hatte.
Außerdem, wer wusste schon, wann Jamie diese Woche wieder zum Trainieren kommen würde? Also war es besser, diesen Abend, an dem er zur Abwechslung einmal vor sieben Uhr aus dem Büro gekommen war, fürs Training zu nutzen. Und für ein Gespräch unter Männern, weil Takeo ja sonst doch keine Ruhe geben würde. Gavin hatte ein Shooting und daher ohnehin keine Zeit.
Allerdings hätte Jamie sofort alles abgebrochen, sich seine Tasche geschnappt und wäre zu Gavin gefahren, falls dieser ihm sagte, dass sein Kunde den Abendtermin abgesagt hatte.
»Erde an Jamie.«
Er drehte den Kopf und sah Takeo an. »Tut mir leid, war kurz abgelenkt.«
»Das habe ich mitbekommen. Muss ich ernsthaft mehr Details aus dir herausprügeln?«
»Versuch es lieber mit Bestechung. Du hast gestern was von Kuchen erwähnt.«
»Willst du Alkohol, Essen oder meine Hilfe, um deine Wohnung geschmackvoller einzurichten?«
»Die ersten beiden klingen gut.« Jamie sah auf die Uhr auf der Bedienkonsole. »Ich mache dir einen Vorschlag. Du lässt mich eine halbe Stunde in Ruhe laufen, dann setze ich mich noch zwanzig Minuten auf die Ruderbank und danach gehöre ich ganz dir.« Für gewöhnlich trainierte er mit seinem Körpergewicht, aber hin und wieder waren Geräte ganz nützlich.
»Hm, mir wäre ja ein umfassendes Geständnis gleich lieber, aber bitte.« Das Laufband surrte schneller, als Takeo das Tempo erhöhte. »Diese Stunde werde ich schon noch aushalten. Essen im Pink Panther?«
»Wenn es sein muss.« Jamie war nicht wirklich ein Fan des Restaurants. Zu viel Rosa, zu viele Plastiktiere, zu viele Topfpflanzen.
»Das Essen dort ist toll, die Kellner sind süß und die Cocktails leistbar. Außerdem liegt es um die Ecke.«
»Ich komme mir dort jedes Mal wie im Dschungel vor.«
»Als wärst du schon einmal im Dschungel gewesen.«
»Gut, dann ins Panther.« Immerhin war das Essen dort wirklich gut und er musste zu Hause nichts mehr zubereiten.
»Beantworte mir als Appetithäppchen wenigstens eine Frage.«
»Nein.«
»Bitte.« Takeo hatte die Unterlippe vorgeschoben und blickte ihn mit großen Augen an.
Lachend schüttelte Jamie den Kopf. »Du bist unmöglich.«
»Und so liebenswert, dass du mir eine Antwort geben willst.«
»Na schön.«
Takeos gleichmäßige Schritte bildeten den Hintergrund zu seiner halblauten Frage. »Habt ihr gevögelt?«
»Ts ts. Noch direkter ging es wohl nicht, oder?«
»Ach, ich dachte mir, ich lasse dich das gleich ausschließen, dann kann ich in Ruhe weiterlaufen.«
»Ja.«
»Was ja?«
»Ja, wir haben miteinander gevögelt.«
Aus dem Augenwinkel sah Jamie, wie Takeo mit offenem Mund stehen blieb.
Im Gegensatz zum Laufband.
Im nächsten Moment verschwand der Mann aus Jamies Sichtfeld.
Im übernächsten ertönte ein Rumpeln und ein Fluch.
Als Jamie den Kopf nach hinten drehte, saß Takeo vor dem Ende des Laufbands auf dem Hintern und starrte ihn fassungslos an.
Jamie richtete den Blick wieder auf die Fensterfront vor sich und lief ungerührt weiter.


Erhältlich auf Amazon

Seattle Six Band 2 – Cover, Klappentext und Erscheinungstermin

Endlich ist es so weit und einer neuer Roman von mir ist fertig. Okay, noch nicht ganz fertig, das Buch steckt noch mitten in der Endkorrektur, aber ich habe bereits einen Titel – KEIN SCHICKSAL –, das Cover und einen Klappentext *Fanfaaare*

Und am 1. JUNI lade ich euch zu weiteren Abenteuern mit Gavin und Jamie ein.



Der Fotograf Gavin Sanderson hat in Jamie seinen Traummann gefunden. Nachdem sich die beiden bei einem privaten Shooting näherkamen, möchte Gavin unbedingt mehr Zeit mit dem sexy Cop verbringen, um herauszufinden, ob sie mehr als nur unglaubliche Chemie im Bett verbindet.

Jamie MacLean hat sich nach Jahren des Versteckspiels endlich zu seiner Homosexualität bekannt. Gavin ging ihm so sehr unter die Haut, dass sich Jamie nicht länger selbst belügen konnte.
Doch noch weiß niemand aus seinem Umfeld, dass er schwul ist. Ein Umstand, den er ändern muss, wenn seine Beziehung mit Gavin eine Zukunft haben soll.

Beide wollen unbedingt ihr erstes »offizielles« Date nachholen, doch ständig stoßen sie auf Hindernisse, die einen romantischen Abend verhindern: Familienmitglieder in einer Krise, Freunde in Not, ein missglücktes Outing, eine Autopanne, Stress im Job, ein medizinischer Notfall …
Dadurch wachsen Gavins Unsicherheiten in Bezug auf Jamies Gefühle und dessen Beruf als Cop, während sich Jamie mit einer homophoben Familie und einem kräfteraubenden Arbeitseinsatz konfrontiert sieht.

Versucht das Schicksal, ihnen einen Wink zu geben, es bei einer kurzen Affäre zu belassen? Oder lohnt es sich, Zweifel und Ängste zu überwinden und für ihre frische Beziehung zu kämpfen, damit daraus Liebe erwachsen kann?

Hinweis: Enthält einen unsicheren Fotografen, der seine Geduld und Nerven verliert, einen überarbeiteten Cop, der Angst hat, seine Familie zu verlieren, Date-Versuche voller Unterbrechungen, einen Polizeieinsatz mit einem unfreiwilligen Zeugen, einen Krankenhausaufenthalt und statt eines Silberstreifs einen ganzen Regenbogen am Horizont.

SEATTLE SIX: Sechs Freunde, zusammengeschweißt durch ihre gemeinsame Collegezeit in Seattle, in der ihnen die Liebe zum eigenen Geschlecht oft genug Schwierigkeiten bereitete. Eine Reihe von Romanen erzählt von ihren Abenteuern auf der Suche nach Mr. Right.

Kein Schicksal hat 117.000 Wörter (ca. 460 Taschenbuchseiten). Der zweite Roman der Seattle-Six-Reihe schließt chronologisch und inhaltlich direkt an Band 1, Fremdes Begehren an, kann jedoch auch unabhängig gelesen werden.


Ich habe eine Vorbestellung bei AMAZON für 1. Juni eingerichtet, also in weniger als einer Woche (leichte Nervosität macht sich breit).

Ich bin schon ganz gespannt, was ihr zu den weiteren Abenteuern von Gavin und Jamie in Kein Schicksal sagt, und hoffe, ihr habt beim Lesen genauso viel Spaß wie ich beim Schreiben.

Wie und warum es mit Gavin und Jamie weitergeht, oder: Epic Love Takes Time


Ich stecke mitten in der Überarbeitung von der Fortsetzung zu Fremdes Begehren und versuche mit mehr oder weniger viel Haareraufen, die vorhandenen Szenen in die richtige Reihenfolge zu bringen.
Manchmal schreibe ich eine Geschichte chronologisch, manchmal wild durcheinander. Beim 2. Band der Seattle-Six-Reihe war Letzteres der Fall und jetzt stehe ich vor der Herausforderung, Szenen wie »Gespräch mit Oma 1«, »Gespräch mit Oma 2« und »Gespräch mit Oma 3« an einer sinnvollen Stelle einzufügen. Und mich zu fragen, ob ich wirklich 3 Gespräche mit Oma brauche.

Um eine mir öfters gestellte Frage zu beantworten: Warum handelt Band 2 wieder von Gavin und Jamie? Ihre Geschichte habe ich ja schon in Band 1 erzählt.

Die kurze Antwort: Es gab noch zu viel um die beiden zu erzählen.

Die lange Antwort (ich kennt mich, kurz liegt mir nicht wirklich :-D): Am Ende von Fremdes Begehren – ich füge hier mal vorsichtig eine Spoilerwarnung ein – sind sich beide Hauptcharaktere einig, es miteinander zu versuchen. Aber von »lernen wir uns näher kennen und schauen, wie es läuft« zu »wir sind ein festes Paar« ist es ein weiter Weg (der in der aktuellen Fassung knapp 300 Seiten umfasst).
Da ist zum einen die Tatsache, dass sich Jamie weiterhin mit seiner neuentdeckten Homosexualität arrangieren muss. Wie geht er mit seiner Familie um? Wann outet er sich? Vor wem zuerst?
Zum anderen schwankt Gavin zwischen dem Vorhaben, seinem Freund Zeit zu geben, mit der neuen Situation zurechtzukommen, und dem Wunsch, es möglichst sofort und möglichst der ganzen Welt zu verkünden. Er hasst Geheimhaltung und Versteckspiele, aber genau darauf läuft es in seinen Augen hinaus.
Es gab zu viele offene Fragen und zu viel fortlaufende Charakterentwicklung, um nicht darüber zu schreiben – wie reagieren Gavins Freunde, als sie von einem neuen Mann in seinem Leben hören? Wie geht Gavin damit um, dass dieser Mann einen durchaus gefährlichen Beruf hat? Wem vertraut sich Jamie an? Wie stellen sie sich eine gemeinsame Zukunft vor? Haben sie überhaupt eine gemeinsame Zukunft, solange Jamie aus seiner sexuellen Orientierung ein Geheimnis macht und Gavin aus Angst vor einem weiteren gebrochenen Herzen wie auf Eierschalen herumläuft?
Tja, und daraus ergab sich der Plot von Band 2 der Reihe, der mir auch die Chance bot, mehr von Gavins Freunden, den titelgebenden Seattle Six, zu erzählen, und für diese Männer ein paar Räder in Richtung Romance in Bewegung zu setzen.

Und jetzt setze ich mich weiter an den Chaoshaufen aus Szenen und Snippets, aus denen ein Buch werden soll.

Neue Bücher für Tolino

Ab sofort gibt es zwei meiner Geschichten auch für den E-Reader von TOLINO zu erwerben.

Zum einen Der Morgen, den ich fürchte, eine gefühlvolle Novelle über den Mut zu Veränderungen und Liebe, die ein Leben lang hält.

Cover Der Morgen, den ich fürchte

Zum anderen die sexy Kurzgeschichte Wet Kiss, eine Sidestory zu Seattle Six (sie spielt im gleichen „Universum“).

Cover Wet Kiss

Ihr findet die beiden Bücher bei Thalia.de und Thalia.at, Weltbild.de und Weltbild.at sowie allen anderen Shops der Tolino-Allianz (buchhandlung.de, buecher.de, ebook.de, hugendubel.de, mayersche.de, osiander.de, orellfuessli.ch, & weltbild.ch).
Einfach meinen Namen oder den Titel der Geschichte in die Suchmaske eingeben 🙂

Neuauflage „Fremdes Begehren“

Da (psst) im Juni der 2. Band der SeattleSix-Reihe erscheint, wollte ich den 1. Band, Fremdes Begehren, auf den bestmöglichen Stand bringen. Dazu gehörte eine gründliche Überarbeitung und Erweiterung des bestehenden Kurzromans zu einem „normalen“ Roman, indem ich einen zweiten Blickwinkel und neue Szenen einfügte.

Als ich vor einigen Jahren (wow, das ist echt schon lange her) Fremdes Begehren schrieb, stand kein großer Masterplan dahinter. Ich hatte eine Grundidee von sechs schwulen Männern in Seattle, die in einigen Büchern ihren Partner fürs Leben finden sollten, und einen Plot für den ersten Band.
Primär ging es mir darum, erstens dieses hartnäckige Plotbunny loszuwerden, das dauernd von Jamie erzählte, der sich selbst endlich eingestehen müsste, dass er schwul ist, und zweitens wollte ich herausfinden, ob ich überhaupt eine zeitgenössische Romance schreiben kann.
Zu diesem Zeitpunkt, 2016, hatte ich zwar schon Liebesromane geschrieben, aber allesamt in einem Fantasy-Setting. Seattle der Gegenwart war ein völlig neues Pflaster für mich, und ich wollte sehen, ob ich mich auch in unserer Zeit wohlfühle.
Was ich tat. Endlich konnte ich Bezug auf Pop Culture nehmen, Fernsehserien erwähnen und mit Metaphern um mich werfen, ohne mich zu fragen, ob jemand in einer ans Mittelalter angelehnten Fantasywelt überhaupt »Dampf ablassen« kann.

Dabei beging ich einen Fehler, der mir erst viel später auffiel: Ich war so sehr auf Jamie und seine Entwicklung konzentriert, dass ich vergaß, dass sich die Reihe um Gavin und seine Freunde dreht. Gavin war der Katalysator für Jamies Entwicklung, erhielt selbst aber nicht den Raum, der ihm eigentlich zustehen sollte. Vor allem keine eigene Erzählstimme.
Im Nachhinein erscheint es mir nicht besonders klug zu sein, eine Reihe Seattle Six zu nennen und einem Vertreter dieser sechs Freunde nicht einmal eine Perspektive zu gönnen.
Nun ja, Fehler passieren, ich hatte noch nicht so viel Erfahrung im Schreiben, aber jetzt versuche ich, diesen Fehler zu beheben.

Als ich 2017 (ja, ich weiß, ich habe ewig gebraucht, um dieses Buch abzuschließen) mit Band 2 anfing, war von Anfang an klar, dass es eine direkte Fortsetzung von Jamies und Gavins Geschichte sein und dass Gavin diesmal seine eigene Perspektive bekommen würde. Ich schrieb die ersten zwei Szenen aus der Sicht von Gavin neu, nur um ein Gefühl für den Charakter, seine Denkweise und seine Stimme zu bekommen.
Dann dachte ich mir, ich könnte ja Fremdes Begehren in seiner Gesamtheit aus Gavins Sicht erzählen, weil es mir riesigen Spaß machte, die Ereignisse aus seiner Sicht zu schildern. Nur was sollte ich mit diesem Buch tun? Abgesehen davon, es meiner Mailingliste zur Verfügung zu stellen (eine Szene aus Gavins Sicht hatte ich schon einmal geteilt).
Ich wollte kein zweites Buch veröffentlichen, das exakt die gleichen Geschehnisse aus der Sicht des zweiten Hauptcharakters erzählt, weil mir das einfach redundant vorkommt. Ich wollte die Szenen aus Gavins Sicht nicht einfach hineinkopieren, weil die Leser:innen dann gleich hintereinander die doppelte Sicht bekommen hätten und das wird schnell langweilig.
Das Einzige, was für mich Sinn ergab, war, meinen ursprünglichen Fehler zu korrigieren, indem ich Fremdes Begehren erweitere und Gavins Perspektive einfüge, aber nur in NEUEN Szenen. Also galt es erst einmal herauszufinden, ob es neue Szenen geben kann, die den Leser:innen Gavins Entwicklung vermitteln, nicht langweilen und bei denen Jamie nicht dabei ist. Und, als Bonus, mehr seiner Freunde vorstellen als nur Greg, der schon in der Urfassung einen Auftritt hatte.

Neue Szenen waren schnell gefunden und ich schrieb Fremdes Begehren zur Hälfte neu. Dabei überarbeitete ich das bestehende Buch noch einmal gründlich und besserte einige Kleinigkeiten aus, die mich mittlerweile stören (Jamie kommt manchmal etwas sexistisch rüber und hat echt null Taktgefühl ggg). Außerdem schrieb ich neue Szenen mit Gavin, auch mit seinen Freunden, und hatte im Allgemeinen einfach viel Spaß damit, wieder Zeit in Seattle zu verbringen.
Diese Neuausrichtung von Band 1 dient gleichzeitig als Vorbereitung für die Überarbeitung von Band 2. Man sollte nicht glauben, was man auch als Autorin dieses Buches alles vergisst, aber im 2. Band plötzlich braucht.

Neuauflage bedeutet auch, dass ich schlicht und einfach eine neue Datei bei Amazon hochlade und damit das bestehende Buch ersetze. Wer das Buch bereits gekauft hat und die neue Fassung ebenfalls lesen möchte, muss nur das File aktualisieren, was natürlich kostenlos ist (manchmal funktioniert es mit „Aktualisierung anfordern“, meistens nicht. In dem Fall wendet euch bitte an den Kundendienst von Amazon, da ich keinen Zugriff auf die technischen Abläufe habe und leider nicht helfen kann. Alternativ dazu könnt ihr mir auch einen Screenshot des Kaufbelegs zukommen lassen und ich maile euch das neue File).

Quintessenz dieser überlangen Erklärung: Der erweitertete erste Band der SeattleSix-Reihe ist ab sofort HIER erhältlich. Inhaltlich ändert sich nichts, nur bekommt Gavin jetzt seine eigene Perspektive und jede Menge neue Szenen, ohne dass die bestehenden doppelt erzählt werden.
Der Roman hat jetzt 72.000 Wörter (also um 30.000 mehr als in der Erstauflage) und in ein paar Wochen wird es dazu auch eine Printausgabe geben.

Cover Reveal: Neue Kurzgeschichte „Wet Kiss“

In Kürze erscheint eine neue Kurzgeschichte von mir. Wet Kiss ist eine sexy, süße und durchaus sündige Gay Romance mit einer im doppelten Sinn heißen Dusche und einem Wohlfühlende.

Cover Wet Kiss

Damit ihr wisst, was euch erwartet, hier der Klappentext:


„Sein Lächeln versengte mir eine Gehirnzelle nach der anderen. Ich konnte förmlich spüren, wie sie sich mit Freuden dem Flammentod hingaben.“

Nach der Trennung von meinem Ex bin ich endlich wieder so weit, dass mich andere Männer interessieren. Ganz besonders ein Mann. Mr. Mystery, der namenlose Unbekannte, der im gleichen Fitnessstudio trainiert wie ich.
Er spielt die Hauptrolle in meinen Fantasien, und genau dabei will ich es auch belassen. Ich will gar nicht wissen, wie er wirklich ist, um mir meine Träume nicht nehmen zu lassen. Ich bin völlig zufrieden damit, ihn aus der Ferne anzuhimmeln und mir nur vorzustellen, wie er mich küsst.
Doch dann spricht er mich an. Mehr noch, er lädt mich ein. Flirtet mit mir. Glaube ich. Unsere Konversation verläuft eher stockend. Byron, der Eloquente wird nie auf meinem Grabstein stehen. Eher Byron, der immer zu viel nachdachte.
Ich muss mich entscheiden, ob ich an meinen Träumen festhalte oder zulasse, dass aus ihnen Realität wird. Die Gefahr einer Enttäuschung ist groß, aber was, wenn die Wirklichkeit noch viel besser als meine Fantasie ist? Was, wenn Mr. Mystery nicht nur für einen perfekten Traum gut ist, sondern auch für das echte Leben?

Enthält: Einen verwirrten, unsicheren Träumer, der sich der Realität stellen muss, einen energischen Mann der Tat, der auf alles vorbereitet ist, ein Fitnessstudio mit Aussicht und Küsse unter der Dusche. Erwähnung eines Welpen, Star-Trek-Referenzen und heißer Sex inklusive.

Die erotische und leicht nerdige Kurzgeschichte hat rund 11.000 Wörter (ca. 45 Seiten) und ist in der Welt von Seattle Six angesiedelt, kann allerdings völlig unabhängig davon gelesen werden und enthält (bis auf die Erwähnung eines Nebencharakters) keine Überschneidungen zu den Romanen.


Ich hoffe, euch damit ein Stündchen Ablenkung in diesen außergewöhnlichen Zeiten bieten zu können. Zu Ostern sollte Wet Kiss bei Amazon erhältlich sein.

Eine Dekade des Schreibens

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Das Jahr neigt sich dem Ende und damit gleichzeitig auch ein Jahrzehnt. Überall sehe ich Rückblicke auf die vergangene Dekade und werde selbst ein wenig nostalgisch. Die 2010er Jahre haben in meinem Leben viel Veränderung gebracht, viele schöne und einige wenige angenehme Momente.

Als ich mich Anfang des Jahrzehnts entschloss, das Schreiben nach vielen Jahren Pause ernsthaft anzugehen, war mir nicht bewusst, wie viele Stolpersteine wirklich auf mich warten würden. Etliche davon konnte ich bewältigen, einige halten mich noch immer auf oder zurück.
Es ist schon nicht leicht, Brotberuf, Nebenjob und Privatleben unter einen Hut zu bekommen. Wenn dann noch als dritter Job das Schreiben dazukommt, gerate ich oft genug an meine Grenzen. Ich habe es ohne Schlaf versucht, aber auf Dauer klappt das einfach nicht 😛

In den letzten Jahren habe ich mehr als eine Million Wörter geschrieben. Eine große Zahl, aber natürlich sind so viele dieser Wörter nicht veröffentlichungsreif 😉
Ich habe Romane begonnen, abgebrochen, beendet. Habe Kurzgeschichten und Novellen und alles dazwischen geschrieben. Kurze Storys, lange Storys, mal voller Erotik, mal ganz ohne, aber immer mit Gefühl. Denn ohne kann ich nicht. Emotionen waren immer der Kern meiner Geschichten und werden es immer sein.

Zumindest einige Veröffentlichungen sind mir geglückt und ich bin auf jede einzelne davon stolz. Selbst auf diejenigen, die nicht so gut ankamen. Und ganz besonders auf die, mit denen es mir gelang, Menschen zu berühren und zu unterhalten und sie einige Stunden lang den Alltag vergessen zu lassen.

Mein Dank geht an alle, die meine Bücher lesen, mir mit Nachrichten und Feedback den Tag versüßen und auch die Treue gehalten haben, nachdem schon so lange nichts Neues mehr von mir erschienen ist.

Und was bringt nun die neue Dekade? Ich weiß es nicht genau. Ich habe vieles vor, aber wie die letzten drei Jahre gezeigt haben, sind meine Pläne und die Realität nicht kompatibel.
Mein berufliches Leben hat sich endlich in eine Richtung entwickelt, dass ich den Brotjob einigermaßen im Griff habe und nur mehr phasenweise in Stress ertrinke. Was meine Schreibzeiten etwas regelmäßiger werden lässt, was wiederum die Geschichten wachsen lässt.
Die einzigen Fixpunkte auf meinem Plan sind die Fortsetzung meiner angefangenen Reihen – einmal zeitgenössische Gay Romance mit den Seattle Six, einmal Gay Fantasy mit BDSM-Elementen mit Will & Grayce. Und dazwischen die eine oder andere neue Sache mit neuen Charakteren.
Liam und Joel scharren in den Startlöchern, aber ich musste ihren großen Auftritt auf 2020 verschieben, da diese Geschichte eine Fortsetzung braucht, um wirklich einen Abschluss zu finden, und dafür fehlte mir in diesem Jahr die Zeit.
Leo und Nathan harren ungeduldig auf den Fortschritt ihres Romans, von dem ich bereits ein Drittel geschrieben hatte, ehe ein Logikfehler meinen Plot einstürzen ließ. Nachdem dieser Fehler behoben ist und der neue Plot entwickelt wurde (diesmal mit fachkundiger Hilfe eines IT-Experten), möchte ich auch diese Geschichte beenden. Und dann gibt es noch so viele spannende Paare, die ich zusammenbringen will … Die Zeit wird weisen, wie viele ich davon wirklich verkuppeln kann 🙂

Ich wünsche euch allen eine wunderbare neue Dekade voller schöner Momente, die euch in den dunklen Zeiten durchhalten lassen.

 

Schreibupdate

Nachdem ich in den letzten Monaten endlich wieder zu einer Schreibroutine gefunden habe und mein Brotjob mir etwas mehr Zeit lässt, geht es tatsächlich mit meinen Projekten voran. Nicht mit allen und auch nur in Babyschritten, aber immerhin voran!
Noch im Sommer soll eine neue Story erscheinen, sogar mit einer Premiere, weil es das erste meiner Bücher ist, das in Österreich spielt. Ein schüchterner Gärtner mit künstlerischen Ambitionen kümmert sich um die Pflanzen eines in Wien lebenden Engländers. Weitere Hauptrollen spielen ein Skizzenblock, ein Pool und jede Menge Kirschen.
Ich glaube, ich schreibe das nur, damit ich mir zumindest vorstellen kann, in einem Pool zu plantschen 😉 Gedankliche Hitzeflucht oder so.

Nebenbei habe ich wieder die Arbeit am zweiten Band von Seattle Six aufgenommen (weiterhin titelos) und da gerade die 50%-Marke geknackt *jubel*
Eine Veröffentlichung noch in diesem Jahr sollte sich also ausgehen, ich peile mal den Novemember an.

In ein paar Wochen kann ich euch das Cover der Pool-Kirsch-Story zeigen, dann auch mit einem konkreten Erscheinungstermin.

Bis dahin wünsche ich euch einen schönen Sommer!