Cover Reveal: Neue Kurzgeschichte „Wet Kiss“

In Kürze erscheint eine neue Kurzgeschichte von mir. Wet Kiss ist eine sexy, süße und durchaus sündige Gay Romance mit einer im doppelten Sinn heißen Dusche und einem Wohlfühlende.

Cover Wet Kiss

Damit ihr wisst, was euch erwartet, hier der Klappentext:


„Sein Lächeln versengte mir eine Gehirnzelle nach der anderen. Ich konnte förmlich spüren, wie sie sich mit Freuden dem Flammentod hingaben.“

Nach der Trennung von meinem Ex bin ich endlich wieder so weit, dass mich andere Männer interessieren. Ganz besonders ein Mann. Mr. Mystery, der namenlose Unbekannte, der im gleichen Fitnessstudio trainiert wie ich.
Er spielt die Hauptrolle in meinen Fantasien, und genau dabei will ich es auch belassen. Ich will gar nicht wissen, wie er wirklich ist, um mir meine Träume nicht nehmen zu lassen. Ich bin völlig zufrieden damit, ihn aus der Ferne anzuhimmeln und mir nur vorzustellen, wie er mich küsst.
Doch dann spricht er mich an. Mehr noch, er lädt mich ein. Flirtet mit mir. Glaube ich. Unsere Konversation verläuft eher stockend. Byron, der Eloquente wird nie auf meinem Grabstein stehen. Eher Byron, der immer zu viel nachdachte.
Ich muss mich entscheiden, ob ich an meinen Träumen festhalte oder zulasse, dass aus ihnen Realität wird. Die Gefahr einer Enttäuschung ist groß, aber was, wenn die Wirklichkeit noch viel besser als meine Fantasie ist? Was, wenn Mr. Mystery nicht nur für einen perfekten Traum gut ist, sondern auch für das echte Leben?

Enthält: Einen verwirrten, unsicheren Träumer, der sich der Realität stellen muss, einen energischen Mann der Tat, der auf alles vorbereitet ist, ein Fitnessstudio mit Aussicht und Küsse unter der Dusche. Erwähnung eines Welpen, Star-Trek-Referenzen und heißer Sex inklusive.

Die erotische und leicht nerdige Kurzgeschichte hat rund 11.000 Wörter (ca. 45 Seiten) und ist in der Welt von Seattle Six angesiedelt, kann allerdings völlig unabhängig davon gelesen werden und enthält (bis auf die Erwähnung eines Nebencharakters) keine Überschneidungen zu den Romanen.


Ich hoffe, euch damit ein Stündchen Ablenkung in diesen außergewöhnlichen Zeiten bieten zu können. Zu Ostern sollte Wet Kiss bei Amazon erhältlich sein.

Eine Dekade des Schreibens

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Das Jahr neigt sich dem Ende und damit gleichzeitig auch ein Jahrzehnt. Überall sehe ich Rückblicke auf die vergangene Dekade und werde selbst ein wenig nostalgisch. Die 2010er Jahre haben in meinem Leben viel Veränderung gebracht, viele schöne und einige wenige angenehme Momente.

Als ich mich Anfang des Jahrzehnts entschloss, das Schreiben nach vielen Jahren Pause ernsthaft anzugehen, war mir nicht bewusst, wie viele Stolpersteine wirklich auf mich warten würden. Etliche davon konnte ich bewältigen, einige halten mich noch immer auf oder zurück.
Es ist schon nicht leicht, Brotberuf, Nebenjob und Privatleben unter einen Hut zu bekommen. Wenn dann noch als dritter Job das Schreiben dazukommt, gerate ich oft genug an meine Grenzen. Ich habe es ohne Schlaf versucht, aber auf Dauer klappt das einfach nicht 😛

In den letzten Jahren habe ich mehr als eine Million Wörter geschrieben. Eine große Zahl, aber natürlich sind so viele dieser Wörter nicht veröffentlichungsreif 😉
Ich habe Romane begonnen, abgebrochen, beendet. Habe Kurzgeschichten und Novellen und alles dazwischen geschrieben. Kurze Storys, lange Storys, mal voller Erotik, mal ganz ohne, aber immer mit Gefühl. Denn ohne kann ich nicht. Emotionen waren immer der Kern meiner Geschichten und werden es immer sein.

Zumindest einige Veröffentlichungen sind mir geglückt und ich bin auf jede einzelne davon stolz. Selbst auf diejenigen, die nicht so gut ankamen. Und ganz besonders auf die, mit denen es mir gelang, Menschen zu berühren und zu unterhalten und sie einige Stunden lang den Alltag vergessen zu lassen.

Mein Dank geht an alle, die meine Bücher lesen, mir mit Nachrichten und Feedback den Tag versüßen und auch die Treue gehalten haben, nachdem schon so lange nichts Neues mehr von mir erschienen ist.

Und was bringt nun die neue Dekade? Ich weiß es nicht genau. Ich habe vieles vor, aber wie die letzten drei Jahre gezeigt haben, sind meine Pläne und die Realität nicht kompatibel.
Mein berufliches Leben hat sich endlich in eine Richtung entwickelt, dass ich den Brotjob einigermaßen im Griff habe und nur mehr phasenweise in Stress ertrinke. Was meine Schreibzeiten etwas regelmäßiger werden lässt, was wiederum die Geschichten wachsen lässt.
Die einzigen Fixpunkte auf meinem Plan sind die Fortsetzung meiner angefangenen Reihen – einmal zeitgenössische Gay Romance mit den Seattle Six, einmal Gay Fantasy mit BDSM-Elementen mit Will & Grayce. Und dazwischen die eine oder andere neue Sache mit neuen Charakteren.
Liam und Joel scharren in den Startlöchern, aber ich musste ihren großen Auftritt auf 2020 verschieben, da diese Geschichte eine Fortsetzung braucht, um wirklich einen Abschluss zu finden, und dafür fehlte mir in diesem Jahr die Zeit.
Leo und Nathan harren ungeduldig auf den Fortschritt ihres Romans, von dem ich bereits ein Drittel geschrieben hatte, ehe ein Logikfehler meinen Plot einstürzen ließ. Nachdem dieser Fehler behoben ist und der neue Plot entwickelt wurde (diesmal mit fachkundiger Hilfe eines IT-Experten), möchte ich auch diese Geschichte beenden. Und dann gibt es noch so viele spannende Paare, die ich zusammenbringen will … Die Zeit wird weisen, wie viele ich davon wirklich verkuppeln kann 🙂

Ich wünsche euch allen eine wunderbare neue Dekade voller schöner Momente, die euch in den dunklen Zeiten durchhalten lassen.

 

Schreibupdate

Nachdem ich in den letzten Monaten endlich wieder zu einer Schreibroutine gefunden habe und mein Brotjob mir etwas mehr Zeit lässt, geht es tatsächlich mit meinen Projekten voran. Nicht mit allen und auch nur in Babyschritten, aber immerhin voran!
Noch im Sommer soll eine neue Story erscheinen, sogar mit einer Premiere, weil es das erste meiner Bücher ist, das in Österreich spielt. Ein schüchterner Gärtner mit künstlerischen Ambitionen kümmert sich um die Pflanzen eines in Wien lebenden Engländers. Weitere Hauptrollen spielen ein Skizzenblock, ein Pool und jede Menge Kirschen.
Ich glaube, ich schreibe das nur, damit ich mir zumindest vorstellen kann, in einem Pool zu plantschen 😉 Gedankliche Hitzeflucht oder so.

Nebenbei habe ich wieder die Arbeit am zweiten Band von Seattle Six aufgenommen (weiterhin titelos) und da gerade die 50%-Marke geknackt *jubel*
Eine Veröffentlichung noch in diesem Jahr sollte sich also ausgehen, ich peile mal den Novemember an.

In ein paar Wochen kann ich euch das Cover der Pool-Kirsch-Story zeigen, dann auch mit einem konkreten Erscheinungstermin.

Bis dahin wünsche ich euch einen schönen Sommer!

Manuskript-Montag: Seattle Six 2

Ja, es gibt noch mal einen Manuskript-Montag mit Seattle Six. Und vermutlich werden noch einige mit Auszügen folgen, nachdem das doch ein längerer Roman wird.

Heute stelle ich euch ein weiteres Mitglied der Freundesrunde vor: Xander. Als Schauspieler in der SF-Serie Starscape ist er meistens bei Dreharbeiten in Vancouver, kommt aber so oft es geht nach Seattle zurück, um seine Freunde zu besuchen.

Der Auszug ist wie immer unlektoriert und unkorrigiert.

Gavin öffnete die Haustür und deutete mit einer schwungvollen Bewegung an sich vorbei. »Komm rein.«
Xander drückte seine Faust an Gavins und marschierte an ihm vorbei. »Freut mich, dass es doch noch geklappt hat.«
Mich weniger. Aber er war zu höflich, um seinem Freund das zu sagen. »Willst du gleich anfangen oder zuerst was trinken?«
»Kommt darauf an, wie viel Zeit du hast.« Xander stellte seine Tasche neben der Couch im Wohnzimmer ab. Er trug ein weißes Hemd und Jeans, was Gavin an Jamie erinnerte. An ihr Fotoshooting in seinem Haus. Wo es diesen Moment gegeben hatte …
Toll. Ich werde beim Anblick von einem weißen Hemd nie wieder an was anderes denken können.
»Den ganzen restlichen Tag.« Leider. Gavin hatte vorgehabt, um diese Zeit gemütlich auf der Terrasse seiner Hütte zu sitzen, mit einem Drink in der Hand dem Bach beim Gurgeln zuzusehen und von einer ersten Runde Sex erschöpft und befriedigt zu sein.
»Ich dachte, du hast noch was Wichtiges vor?«
»Dachte ich auch.«
»Oh.« Xander ließ sich aufs Sofa fallen und streckte die langen Beine aus. Er sah noch müder aus als heute Vormittag. Nur seine Haare waren irgendwie anders. »Bist du versetzt worden?«
»Nicht wirklich. Warst du beim Friseur?«
»Ja.« Er strich mit einer Hand über die kurzgeschorene Seite. »Nachdem ich ohnehin eine Perücke trage, ist den Produzenten egal, welche Frisur ich habe.« Er zog an einer der längeren Haarsträhnen am Oberkopf. »Ganz im Gegensatz zum armen Rupert. Als er sich die Haare hat abschneiden lassen, sind sie ausgeflippt.«
»Sieht gut aus. Was willst du trinken?«
»Danke. Wasser, bitte. Ich war ein böser Bube und die ganze Woche nicht im Fitnessstudio. Muss mir mein Bier erst verdienen.«
»So viel Stress in der Arbeit oder anderwertig beschäftigt?« Gavin wackelte vielsagend mit den Augenbrauen.
»Ersteres. Wir hatten vier Drehtage bis elf Uhr abends, und nachdem ich jeden Tag um fünf am Set sein muss, war Training echt nicht drin.« Seufzend lehnte er sich zurück und fuhr sich mit beiden Händen übers Gesicht. »Spiel nie ein Alien, haben sie gesagt. Jedenfalls nicht mehrere Folgen lang, haben sie gesagt. Weil das Make-up ewig dauert.« Er verschränkte die Hände hinterm Kopf. »Und recht hatten sie.«
»So viel Make-up trägst du doch gar nicht.« Ishar, der Außerirdischen, den Xander in der Serie Starscape spielte, hatte ein paar Stirnwülste und einige Kerben in der Nase, also nichts, was Gavin für sonderlich aufwendig hielt.
»Seitdem wir HD drehen, ist das Make-up noch aufwendiger und dauert länger. Weil du jeden winzigen Fehler siehst. Also verbringe ich die Hälfte meiner Drehtage in der Maske.«
Gavin ging in die Küche und holte zwei Flaschen mit Wasser. Xander nahm sich eine und schraubte sie auf.
»Ein Gutes hat die Sache ja.«
»Abgesehen von einem großzügigen Scheck jeden Monat, internationaler Berühmtheit und der Sicherheit, dass sich daran die nächsten Jahre nichts ändern wird?«
»Verschrei es nicht. So eine Serie wird schneller abgesetzt, als uns allen in diesem Business lieb ist. Ich meinte damit, dass ich in letzter Zeit echt viel lese. Oder Hörbücher höre, während meine Engel an mir rumfummeln.« Er nahm einen langen Schluck. »Und du bist noch nicht vom Haken. Was ist mit deinem Date?«
»Warum gehst du von einer Verabredung aus?«
»Weil du diesen enttäuschter-Welpe-mit-dem-niemand-spielen-will-Blick aufgesetzt hast. Und den habe ich in den letzten Jahren sehr selten gesehen. Also bin ich jetzt natürlich mörderisch neugierig.«
Erwischt. »Okay, es war eine Verabredung.«
»Mann, Gav, jetzt lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen.« Xander winkte energisch mit zwei Fingern. »Details, Alter, ich will Details!«
»Es ist noch nichts Festes. Ich möchte ungern darüber plaudern, solange ich nicht weiß, wie sich diese Beziehung entwickelt.« Den Versuch war es wert, Xander damit zufriedenzustellen, auch wenn Gavin sich eine allzu großen Chancen ausrechnete, mit dieser mageren, wenngleich ehrlichen Auskunft davonzukommen.
»Ha!« Xander zeigte mit dem Finger auf ihn. »Du hast Beziehung gesagt. Also ist da schon mehr im Spiel.«
Gavin verdrehte die Augen. »Allgemein Beziehung zu einem anderen Menschen. Nicht im romantischen Sinn.«
»Mir doch egal, wie du es definierst.«
»Hast du heute beim Brunch nicht zugehört? Ich möchte noch nicht darüber reden.«
»Wirklich nicht?« Jetzt hatte Xander einen Welpenblick aufgesetzt. »Du weißt, dass du mir alles sagen kannst.«
»Natürlich weiß ich das. Ich will nur nicht.«

Mehr von Gavin, Jamie und ein klein wenig von Xander gibt es bald wieder auf diesem Kanal. Also schalten Sie ein, wenn es wieder heißt: „Seattle Six. Abenteuer in fremden Hosen.“ 😉

Manuskript-Montag: Seattle Six 2

Ich erkläre den heutigen Tag zum Manuskript-Montag und belebe diese Seite mit einem kleinen Auszug (unlektoriert, unkorrigiert) aus dem Manuskript, an dem ich zur Zeit arbeite – Teil 2 der Seattle Six-Reihe, die sich hauptsächlich um Gavin und Jamie, das Paar aus Teil 1 dreht und daneben einige der zukünftigen Protagonisten vorstellt.

Gavin trat aus dem Aufzug und konnte sich seinen Anfall von Nervosität nicht erklären. Jamie wusste, dass er kam, schließlich hatte er ihm die Haustür mit dem Summer geöffnet. Die ganze Woche hatten sie sich SMS geschrieben und ein paar Mal telefoniert. Es war ja nicht so, als ob sie einander völlig fremd wären. Sie hatten sogar schon Sex gehabt, und jede Befangenheit sollte spätestens damit verflogen sein.
Und dennoch kribbelte es in seinem Magen, als hätte er Ameisen zum Brunch gehabt und noch immer nicht verdaut, sein Herzschlag beschleunigte sich und seine Handflächen wurden feucht. Schnell wischte er sie an seiner Jeans ab und ging zur Jamies Wohnungstür.
Kaum hatte er angeklopft, als sie auch schon geöffnet wurde. Jamie stand in der Tür und trug nicht wie erwartet ein breites Grinsen im Gesicht, sondern ein schüchternes Lächeln. »Hi.« Er trat beiseite und machte eine einladende Geste. »Komm rein.«
»Hallo.« Gavin verharrte an der Schwelle. Sollte er ihm die Hand geben? Ihm umarmen? Ihn gar küssen? Besser nicht bei geöffneter Tür. Laut Jamie war seine Nachbarin eine Meisterspionin, von der jeder CIA-Agent noch etwas hätte lernen können. Er ging an Jamie vorbei, und als die Tür ins Schloss fiel, drehte er sich um. »Ich …« Er hob die Hände, wusste dann aber nicht, was er mit ihnen anstellen sollte, und ließ sie wieder sinken.
»Schön, dass du da bist.« Jamies Lächeln verblasste, und er fuhr sich mit einer Hand durch die kurzen Haare. »Hör zu, ich hab echt keine Ahnung, was das Protokoll für solche Fälle ist. Geben wir uns die Hand? Oder ist ein Kuss zur Begrüßung okay? «
Erleichtert schnaubte Gavin. »Was immer dir lieber ist.«
»Küssen.« Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen, und noch ehe sich Gavin darauf einstellen konnte, hatte Jamie die Distanz zwischen ihnen überbrückt und drückte die Lippen auf seine.
Der Kuss war eher ein Küsschen, mit geschlossenem Mund und ohne auch nur eine Spur Feuchtigkeit oder Leidenschaft. Vermutlich war das passend für eine Begrüßung. Aber es war auch total unbefriedigend.
Jamie trat einen Schritt zurück, und Gavin folgte ihm wie an einer unsichtbaren Schnur. Kaum hatte er die Arme um die Mitte des Mannes gelegt, verlor dieser jede Zurückhaltung, kam Gavin sofort entgegen und musste nicht im Geringsten herangezogen werden.
»Zu wenig?«, flüsterte Jamie und streckte einladend den Kopf vor.
»Viel zu wenig.« Gavin ließ sich nicht zweimal bitten und küsste ihn auf den Mund. Diesmal richtig. Ließ seine Zunge über die weichen Lippen gleiten, öffnete sie, ohne auf Widerstand zu stoßen, und dann explodierten die Schmetterlinge in seinem Bauch und hinterließen Hitze, die sich durch seinen ganzen Körper zog.
Jamies Hände landeten auf seinem Nacken, eine wanderte seinen Rücken hinunter, während die andere durch Gavins Haare streichelte, und dann zog Jamie ihn an sich. Ihre Hüften berührten sich, ihre Brust ebenfalls, und keiner hatte eine Chance zu verbergen, wie sehr dieser Kuss ihn in Aufregung versetzte.
Aus dem einen Kuss wurden mehrere, bis sich nicht mehr sagen ließ, wo einer aufhörte und der nächste anfing. Irgendwie schafften sie es, dabei nicht zu ersticken. Gavin zerrte an Jamies Shirt, weil er mehr spüren wollte als nur Stoff. Er brauchte Haut, brauchte die Muskeln darunter, musste den ganzen Mann spüren, der sich ihm entgegendrängte und das komplette Gegenteil des unsicheren, nahezu schüchternen Kerls war, den er vor einer Woche in seiner Hütte in den Cascades erlebt hatte.
»Wir sollten …«, stieß Jamie hervor, nur um gleich darauf mit den Zähnen an Gavins Unterlippe zu ziehen.
»Was?« Mehr brachte Gavin nicht heraus. Die leichten Bisse lösten minimalen Schmerz aus und maximale Lust.
»Auto.« Jamies Hand landete auf Gavins Hintern, und die Finger gruben sich hinein. »Hütte.« Diese wunderbare Hand presste Gavin noch fester an Jamies Schritt, und bei der harten Länge unter dem Jeansstoff überluden Gavins Gehirnzellen und blinkten nur noch hektisch, statt irgendwelche sinnvollen Infos weiterzuleiten.
Da war was mit Hütte gewesen. Und Autofahren.
Seine Hütte.
In den Bergen.
Wo sie das Wochenende verbringen wollten.
Ja, genau, das war der Plan gewesen. Ein guter Plan. Je früher sie aufbrachen, desto mehr Zeit könnten sie dort verbringen. Allein. Ungestört. Weitab von lästigen Nachbarn und alltäglichen Verpflichtungen.
»Richtig«, brachte Gavin zwischen zwei hektischen Atemzügen heraus, nur um gleich darauf wieder diesen weichen, feuchten Mund zu attackieren.
Dort hatte er Jamie das erste Mal nackt gesehen.
Und das war’s dann wieder mit seiner Hirntätigkeit.
Jamie nahm den Kopf zurück, weit genug, um ihm in die Augen zu sehen. »Es wäre vermutlich sicherer, wenn wir zuerst diese … Anspannung loswerden.«
»Sicherer«, echote Gavin und schob beide Hände unter Jamies Shirt, bis sie auf seiner Brust lagen.
»Ja. Sonst kannst du dich nicht aufs Fahren konzentrieren.«
Gavin musste grinsen. »Da kommt der Cop durch, oder?«
Jamie zuckte leicht mit den Achseln. »Wenn du es so nennen willst …« Er zog einen Mundwinkel hoch, was in einem halbseitigen Lächeln endete. »Ich wollte dir nur die Chance geben, einen guten Grund zu haben, damit wir gleich jetzt und hier Sex haben und nicht zwei Stunden warten, bis wir in der Hütte sind.«
»Ich bin scharf auf dich. Reicht das nicht als Grund?«
»Guter Grund«, murmelte Jamie, nahm seine Hand und zog ihn mit sich.
»Schlafzimmer?« Gavin hätte es auch an Ort und Stelle im Flur getan, musste aber zugeben, dass ein Bett bequemer klang.
»Yep. Sonst reiß ich dir hier die Jeans runter und wir sauen den Gang ein, weil ich in der Garderobe keine Kondome aufbewahre.«
»Ein Fehler.«
»Ich werde ihn demnächst beheben.«

Neuauflage von „Wünsche unter dem Winterstern“

Es gibt zwar im Moment leider nichts Neues aus meiner Feder (der Dayjob hält mich weiter fest in seinen Klauen), aber ich kann zumindest eine Neuauflage bieten.
Im Februar habe ich eine Anthologie mit drei Geschichten aus Neygara veröffentlicht, die ich euch jetzt, endlich auch passend zur Jahreszeit, noch einmal vorstellen (oder besser gesagt aufs Auge drücken 😉 ) möchte. Es gibt sie auch als Taschenbuch mit 251 Seiten.

Wünsche unter dem Winterstern dreht sich um sechs Männer aus Neygara, deren Wege sich auf einer Wintersonnwendfeier überschneiden. Dadurch berühren sich auch alle drei Storys, auch wenn sie unabhängig voneinander und in beliebiger Reihenfolge gelesen werden können.
Es hat sich nicht viel zur Erstauflage verändert, außer dass es einige Tippfehler weniger gibt und ich die ersten beiden Storys um jeweils ein paar Absätze erweitert habe.

Diesmal veröffentliche ich auch alle Geschichten einzeln, damit sich jeder die aussuchen kann, die ihn anspricht. Normalerweise macht man es umgekehrt, bringt zuerst die Einzelstorys heraus und dann einen Sammelband, aber ich war schon immer gern anders. Oder bin einfach nur unorganisiert 😛
Wer unbedingt ein Happy End braucht, dem empfehle ich, „Ein Wunsch unter dem Winterstern“ auszulassen, da diese Story ein sehr offenes Ende hat 😉
Bei „Der Sturm in meiner Nacht“ scheiden sich die Geister – ich finde, es hat ein schönes Happy For Now Ende, andere bezeichnen das Ende als doch recht offen.
Aber immerhin kann „Meine Liebe ist wie der Winterstern“ , semioffiziell die 3. Will & Grayce Story, mit einem klassischen Happy End aufwarten 🙂 Was bei den beiden Jungs oft nicht leicht ist *Autoren-Seufzer*

Von den sechs handlungstreibenden Männern haben zwei, nämlich Will und Grayce, schon eigene Geschichten bekommen, und drei der anderen (Chaniel, Levanyar und Nataniel) sind in eben diesen Storys schon aufgetaucht oder namentlich erwähnt worden. Damit Will nicht als einziger Mensch dasteht, kommt noch ein Mitglied der ilarischen Stadtwache auf die Wintersonnwendfeier.

Zur besseren Erkundung von Neygara im Winter gibt es alle drei Einzelstorys sowie die gesamte Anthologie bis Ende Februar auch für KU.

Hier noch die Cover der drei Einzelstorys in all ihrer minimierten Pracht 🙂

Antho_Winter_Wunsch_Cover V01_191x300 Antho_Winter_Sturm_Cover V01_191x300 Antho_Winter_Liebe_Cover V01_191x300

„Der Morgen, den ich fürchte“ jetzt in allen E-Book-Shops erhältlich und als Taschenbuch bei Amazon

Meinen nostalgischen Ausflug in die Vergangenheit mit melancholischem Gegenwartsteil und furchtlosem Ausblick in die Zukunft gibt’s ab sofort nicht nur bei Amazon, sondern auch in allen gängigen E-Book-Shops. Bei Weltbild und Bücher.de zB hab ich’s schon gesichtet, die anderen sollten in den nächsten Stunden/Tagen nachziehen.


Das Taschenbuch gibt’s weiter exklusiv von Amazon. Und es sieht sooo hübsch aus, wenn ich meine voreingenommene Meinung mal kundtun darf. Bin ganz verliebt in die Kirschblüten als Szenentrenner *hach*

Playlist von „Der Morgen, den ich fürchte“

Ich höre während des Schreibens immer Musik, manchmal bunt gemischt, meistens zur Stimmung der Szene passend. Für jedes längere Projekt lege ich mir eine eigene Playlist als Inspiration an.

5 Lieder, die mich beim Schreiben von Der Morgen, den ich fürchte begleitet haben, möchte ich euch heute vorstellen.

Den Anfang macht Queen mit so etwas wie dem theme song der Novelle: „These Are The Days of Our Lives“. Einfach wunderschön, und die letzte Einstellung von Freddie Mercury treibt mir auch beim 30. Mal ansehen noch die Tränen in die Augen. Queen hat mich durch meine Kindheit und Jugend begleitet. Ich habe Freddie nie gekannt, aber ich vermisse ihn.

S.T.S. hat viele wunderbare Lieder mit grandiosen Texten, und das hier passt wunderbar zu einer Langzeitbeziehung: „Wunder Meiner Seligkeit“

Rod Stewart singt „Have I Told You Lately“ – wir vergessen zu oft, unseren Liebsten zu sagen, wie viel sie uns bedeuten. Also los, rennt los, greift zum Telefon, schickt eine SMS und sagt den Menschen, die euch nahestehen, wie sehr ihr sie schätzt 🙂

Ich erspare euch auch nicht die im Buch zitierte Roger-Whittaker-Version von „Wind Beneath My Wings“ 😀 Der Mann hat eine gute Stimme. Ehrlich.

Ich verabschiede mich mit Sunrise Avenues „Rising Sun“ in der Acoustic Version. Der Text ist wie für dieses Buch geschrieben (und fasst nebenbei meine Gefühle für meinen Mann perfekt zusammen ;-)):

Look at the rising sun
Look at the game we’re in everyone
Heaven is open for us tonight
Look at the road behind
Look at the miles we’ve walked, you and I
Heaven is open for us again

And it takes you and me inside its arms
It takes you and me

You by my side I can shine
I’m complete, I’m divine
You next to me I believe
We can make it ‚til the end

Dazu habe ich bei LeeLu83 diese live Version gefunden. Das Lied beginnt bei 0:40.

Bonusszene zu „Der Morgen, den ich fürchte“

Für Abonnenten meines Newsletters gibt es zur neuen Novelle Der Morgen, den ich fürchte noch eine Bonusszene, die im Anschluss an die Geschichte spielt und euch ein wenig mehr über Adam und das Sexleben von älteren Menschen verrät 🙂 Der Titel Der Abend, an dem wir uns lieben ist Programm.

Wer sich hier anmeldet, kann die Story im Wunschformat als E-Book herunterladen. Kostet nix, außer dass ihr mir dafür eure Email-Adresse gebt. Ich verschicke keinen Spam, ich melde mich nur, wenn es etwas Schreib-Bezogenes gibt, und ihr hört selten öfter von mir als alle 2 oder 3 Monate (es sei denn, ich habe was zu verlosen oder zu verschenken, dann melde ich mich öfter ;-)).