Jubiläumsaktion und neues Cover für den „Morgen“

Heute jährt sich die Veröffentlichung von Der Morgen, den ich fürchte zum fünften Mal. Wow. Die Zeit verfliegt wirklich.

Anlässlich dieses Jubiläums habe ich meinem Herzensbuch ein neues Cover spendiert. Außerdem gibt es die Novelle eine Woche lang HIER zum Aktionspreis von nur € 0,99.

Cover der Novelle "Der Morgen, den ich fürchte". Silhoutte von 2 Männern, die sich anschauen, vor einem Sonnenuntergang, im Hintergrund ein kahler Baum

Neue Veröffentlichung: Wet Date

Mein neuer Kurzroman WET DATE ist seit heute erhältlich, vorerst exklusiv auf Amazon und auch für Kindle Unlimited.
Die Fortsetzung von Wet Kiss zeigt Byron und Luis auf ihrem weiteren, von mir als Autorin steinig gestalteten Weg zum Happy End 🙂



Ich wünsche viel Spaß mit den beiden Jungs, die es von Seattle in eine Hütte in den Cascade Mountains verschlägt, wo sie Misstrauen und Zweifel überwinden müssen, um Vertrauen und Vergebung zu erlangen.
Und zwischendrin treffen sie auf zwei bekannte Gesichter aus Seattle Six 😉

Die parallel dazu spielende Kurzgeschichte von Gavin und Jamie gibt es exklusiv für Abonnent:innen meines Newsletter!


Hier noch mal der Klappentext:

»Sein Gesicht trug ein Lächeln, das durchaus ehrlich wirkte, aber dahinter lauerte etwas anderes. Etwas Dunkles. Nahezu Gefährliches.«

Ich kann kaum fassen, dass ausgerechnet ich mir Mr Mystery geangelt habe. Mittlerweile ist Luis nicht mehr der geheimnisvolle Unbekannte, sondern wir sind ein glückliches Paar.
Bis zu jenem Abend, der mich ins Grübeln bringt.
Da ist plötzlich diese andere Seite an ihm. Eine düstere, dominante Seite. Luis ist so rücksichtslos, dass er mir Angst macht. Und wer ist diese Frau, mit der er jeden Tag telefoniert? Er behauptet, es sei seine Schwester. Doch warum spricht er nie über seine Familie?
Ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich den Mann wirklich kenne, mit dem ich zusammen bin.

Ein gemeinsames Wochenende in den Cascade Mountains soll uns einander wieder näher bringen. Doch stattdessen reißt schon der erste Tag tiefe Gräben zwischen uns und wirft Fragen auf, deren Antworten ich fürchte.
Will er mich oder nur meinen Körper? Ist es für ihn Liebe oder nur ein Zeitvertreib zu seinen Bedingungen?

Was als romantische Auszeit geplant war, wird zu einer emotionalen Zerreißprobe. Und ich muss mir die Frage stellen: Werde ich schon bald wieder Single sein?

Enthält: einen gekränkten, erzürnten IT-Techniker, der sich der Wahrheit stellen muss, einen verschwiegenen, verzweifelten Polizisten, der eine unheilvolle Stressreaktion zeigt, eine Hütte in den Bergen mit unerwartet erotischer Aussicht sowie Gespräche im Regen, zwei Hunde und heißen Sex.

Der Kurzroman Wet Date hat rund 38.000 Wörter (ca. 150 Taschenbuchseiten) und ist die Fortsetzung von Wet Kiss, aber auch ohne Vorkenntnisse verständlich.
Die Geschichte ist in der Welt von Seattle Six angesiedelt, kann allerdings völlig unabhängig davon gelesen werden. Charaktere aus der SeattleSix-Reihe könnten auftauchen (und tun es auch ;-)).

Dieses Buch enthält Themen, die bei manchen Menschen negative Reaktionen auslösen können. Bitte beachte die Triggerwarnung am Anfang des Buches. Wenn du nicht gespoilert werden möchtest, dann überspring sie.

Limitierte Preisaktion für Wet Kiss

Anlässlich der bevorstehenden Veröffentlichung von Wet Date am 31. 1. 2022 gibt es den ersten Teil der Reihe, Wet Kiss, für die nächsten 2 Wochen zum Schnäppchenpreis von 0,99 € auf Amazon.

Cover Wet Kiss

Die Kurzgeschichte beinhaltet einen verwirrten, unsicheren Träumer, der sich der Realität stellen muss, einen energischen Mann der Tat, der auf alles vorbereitet ist, ein Fitnessstudio mit Aussicht und Küsse unter der Dusche. Erwähnung eines Welpen, StarTrek-Referenzen und heißer Sex inklusive.

Neygara wandert zu Tolino

Für die nächsten Wochen gibt es alle Geschichten aus Neygara auch für TOLINO!

Voraussichtlich bis Anfang/Mitte Januar 2022 sind alle bislang erschienenen 5 Stories aus der geteilten Stadt Neygara auch für den Tolino E-Reader erhältlich, zB über die Online-Shops von Thalia und Weltbild.

Darunter fallen alle 3 Bände mit Will und Grayce sowie die Kurzgeschichten Der Sturm in meiner Nacht und Ein Wunsch unter dem Winterstern, die auf der gleichen Wintersonnwendfeier spielen und sich kurz mit der dritten Will und Grayce Story überschneiden.

Genau der richtige Lesestoff, um es sich an dunklen, kalten Abenden mit einem Heißgetränk eurer Wahl gemütlich zu machen 😊❄️🔥

Beim Wunsch bleibt alles ziemlich keusch, beim Sturm geht es schon heißer her, und was meinen liebsten Magier und meinen liebsten Elfen angeht … Da brennt nicht nur das Feuer im Kamin 🔥💜🔥

Wet Date: Cover Reveal und Vorbestellung

Heute präsentiere ich euch eine Vorschau auf meine nächste Veröffentlichung – WET DATE wird Anfang nächsten Jahres das Licht der Buchwelt erblicken.
Hier das poppige Cover in all seiner Pracht und der Klappentext:


Cover Wet Date

»Sein Gesicht trug ein Lächeln, das durchaus ehrlich wirkte, aber dahinter lauerte etwas anderes. Etwas Dunkles. Nahezu Gefährliches.«

Ich kann kaum fassen, dass ausgerechnet ich mir Mr Mystery geangelt habe. Mittlerweile ist Luis nicht mehr der geheimnisvolle Unbekannte, sondern wir sind ein glückliches Paar.
Bis zu jenem Abend, der mich ins Grübeln bringt.
Da ist plötzlich diese andere Seite an ihm. Eine düstere, dominante Seite. Luis ist so rücksichtslos, dass er mir Angst macht. Und wer ist diese Frau, mit der er jeden Tag telefoniert? Er behauptet, es sei seine Schwester. Doch warum spricht er nie über seine Familie?
Ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich den Mann wirklich kenne, mit dem ich zusammen bin.

Ein gemeinsames Wochenende in den Cascade Mountains soll uns einander wieder näher bringen. Doch stattdessen reißen diese Tage tiefe Gräben zwischen uns und werfen Fragen auf, deren Antworten ich fürchte.
Will er mich oder nur meinen Körper? Ist es für ihn Liebe oder nur ein Zeitvertreib zu seinen Bedingungen?

Was als romantische Auszeit geplant war, wird zu einer emotionalen Zerreißprobe. Und ich muss mir die Frage stellen: Werde ich schon bald wieder Single sein?

Enthält: einen gekränkten, erzürnten IT-Techniker, der sich der Wahrheit stellen muss, einen verschwiegenen, verzweifelten Polizisten, der eine unheilvolle Stressreaktion zeigt, eine Hütte in den Bergen mit unerwartet erotischer Aussicht sowie Gespräche im Regen, zwei Hunde und heißen Sex.

Der Kurzroman Wet Date hat rund 35.000 Wörter (ca. 140 Taschenbuchseiten) und ist die Fortsetzung von Wet Kiss, aber auch ohne Vorkenntnisse verständlich.
Die Geschichte ist in der Welt von Seattle Six angesiedelt, kann allerdings völlig unabhängig davon gelesen werden. Charaktere aus der SeattleSix-Reihe könnten auftauchen (und tun es auch ;-)).


Ich habe das Buch zur VORBESTELLUNG freigegeben, die momentan für den 31.1.2022 eingerichtet ist, aber wenn alles nach Wunsch klappt (und die Charaktere in der Überarbeitung nicht herumzicken), wird es ein oder zwei Wochen früher erscheinen.

5 Jahre „Pfad der Striemen“ – Jubiläumsaktion

Heute jährt sich meine erste Veröffentlichung zum fünften Mal. Wow. Wie die Zeit verfliegt.
Mein »Baby« Pfad der Striemen ist jetzt schon fünf Jahre alt und ich bin ganz stolze Buch-Mama 🎉💜🎉💜🎉💜

Zum Anlass dieses Jubiläums gibt es die Kurzgeschichte von Freitag, 25., bis Montag, 28. Juni 2021 GRATIS auf Amazon.

Falls du sie noch nicht kennst oder in KU gelesen hast und jetzt gerne für immer in digitaler Form besitzen willst, dann ist das die beste Gelegenheit.

Und um das richtig zu feiern, gibt es im genannten Zeitraum den zweiten Teil, Weg des Vertrauens, zum halben Preis – nur noch € 1,49 statt € 2,99.

Der perfekte Zeitpunkt, um anderen davon zu erzählen oder selbst den E-Reader mit Lesestoff zu füllen 😉

Hier noch einmal die direkten Links:
Pfad der Striemen https://www.amazon.de/dp/B01HLDY9DW
Weg des Vertrauens https://www.amazon.de/dp/B01M7496IM

Neuerscheinung: „Kein Schicksal“

Der zweite Band der Seattle-Six-Reihe, KEIN SCHICKSAL, ist nach laaanger Wartezeit endlich erschienen!
Ich lade euch zu weiteren Abenteuern mit Gavin und Jamie auf ihrem steinigen Weg zum ersten offiziellen Date ein, was so viel einfacher wäre, wenn das Leben (und die Autorin) ihnen nicht ständig Hindernisse in den Weg stellen würde.
Schon Shakespeare schrieb, dass es mit der wahren Liebe niemals glatt läuft – „The course of true love never did run smooth.“

Es ist das längste Buch, das ich bislang veröffentlicht habe, und ich hoffe, euch damit einige schöne Lesestunden zu bescheren. Begleitet meine beiden Jungs beim emotionalen Kampf gegen ihre Ängste und Zweifel und seid dabei, wie sie sich trotz Unsicherheit und Besorgnis öffnen, um Liebe und Vertrauen wachsen zu lassen.



Der Fotograf Gavin Sanderson hat in Jamie seinen Traummann gefunden. Nachdem sich die beiden bei einem privaten Shooting näherkamen, möchte Gavin unbedingt mehr Zeit mit dem sexy Cop verbringen, um herauszufinden, ob sie mehr als nur unglaubliche Chemie im Bett verbindet.

Jamie MacLean hat sich nach Jahren des Versteckspiels endlich zu seiner Homosexualität bekannt. Gavin ging ihm so sehr unter die Haut, dass sich Jamie nicht länger selbst belügen konnte.
Doch noch weiß niemand aus seinem Umfeld, dass er schwul ist. Ein Umstand, den er ändern muss, wenn seine Beziehung mit Gavin eine Zukunft haben soll.

Beide wollen unbedingt ihr erstes »offizielles« Date nachholen, doch ständig stoßen sie auf Hindernisse, die einen romantischen Abend verhindern: Familienmitglieder in einer Krise, Freunde in Not, ein missglücktes Outing, eine Autopanne, Stress im Job, ein medizinischer Notfall …
Dadurch wachsen Gavins Unsicherheiten in Bezug auf Jamies Gefühle und dessen Beruf als Cop, während sich Jamie mit einer homophoben Familie und einem kräfteraubenden Arbeitseinsatz konfrontiert sieht.

Versucht das Schicksal, ihnen einen Wink zu geben, es bei einer kurzen Affäre zu belassen? Oder lohnt es sich, Zweifel und Ängste zu überwinden und für ihre frische Beziehung zu kämpfen, damit daraus Liebe erwachsen kann?

Hinweis: Enthält einen unsicheren Fotografen, der seine Geduld und Nerven verliert, einen überarbeiteten Cop, der Angst hat, seine Familie zu verlieren, Date-Versuche voller Unterbrechungen, einen Polizeieinsatz mit einem unfreiwilligen Zeugen, einen Krankenhausaufenthalt und statt eines Silberstreifs einen ganzen Regenbogen am Horizont.


SEATTLE SIX: Sechs Freunde, zusammengeschweißt durch ihre gemeinsame Collegezeit in Seattle, in der ihnen die Liebe zum eigenen Geschlecht oft genug Schwierigkeiten bereitete. Eine Reihe von Romanen erzählt von ihren Abenteuern auf der Suche nach Mr. Right.

Kein Schicksal hat 117.000 Wörter (ca. 460 Taschenbuchseiten). Der zweite Roman der SeattleSix-Reihe schließt chronologisch und inhaltlich direkt an Band 1, Fremdes Begehren an, kann jedoch auch unabhängig gelesen werden.


Ich hoffe, euch gefällt dieser Liebesroman und ihr freut euch mit mir auf weitere Bücher zu den Seattle Six 🙂

Auszug aus Seattle Six 2

Zur Überbrückung bis zum Erscheinen vom zweiten Band der SeattleSix-Reihe Kein Schicksal nächste Woche präsentiere ich hier schon mal eine Szene vom Anfang als Appetithappen 🙂


Als Jamie am Montagabend ins Fitnessstudio kam, befand sich Takeo bereits auf dem Laufband. Dem dünnen Schweißfilm auf seiner Stirn nach zu schließen bereits länger als eine Viertelstunde.
Neben ihm war noch ein freier Platz und Jamie hängte sein Handtuch über den Rand der Bedienkonsole, ehe er sich aufs Laufband stellte. So viel er gestern auch auf den Beinen gewesen war, so viele Stunden hatte er heute an seinem Schreibtisch zugebracht, und sein steifer Rücken würde ihm die Bewegung danken.
Normalerweise lief er lieber im Freien und joggte im Discovery Park oder im Queen Anne Greenbelt, falls er keine Lust hatte, ins Umland zu fahren, aber bei dem heutigen Nieselregen war er dankbar, ein Treffen mit Takeo in ihrem Stamm-Studio ausgemacht zu haben.
Sie arbeiteten beide im West Precinct, wenn auch in unterschiedlichen Abteilungen, und dieses Gym lag dem Polizeirevier am nächsten. Deshalb bestanden die Kunden auch zum Großteil aus Cops.
»Hey.« Takeo sah zu ihm, ohne das Tempo zu verlangsamen, und streckte ihm seine Faust entgegen.
»Hi.« Jamie begrüßte ihn mit ihrem üblichen Handschlag und stellte ein gemütliches Tempo zum Aufwärmen ein. Mit einem leisen Surren setzte sich das Band in Bewegung und Jamie ebenfalls. Ohne Surren. »Wie läuft’s?«
»Das Band läuft, ich laufe, im Job läuft’s. Mal besser, mal schlechter. Viel Arbeit, wenig Freizeit, noch viel weniger Zeit für Bekanntschaften. Bei dir?« Er atmete schnell, hatte aber keine Probleme zu reden.
»Ähnlich. Dermaßen viel zu tun, dass ich zwei Wochen durcharbeiten könnte, ohne dass mir langweilig wird. Sehe meine Wohnung nur noch zum Schlafen.«
»Wenn du nicht zu Hause bist, kannst du auch keine Unordnung veranstalten, die du dann wegräumen müsstest.«
»Auch wieder wahr. Mir wäre trotzdem etwas mehr Freizeit lieber. Und weniger Einsätze bei Nacht. Versauen mir komplett meinen Schlafrhythmus.«
»Kenne ich noch vom Streifendienst. War eine grausame Zeit.«
»Ich darf ab nächster Woche meine mir in der College-Zeit mühsam erworbenen Fähigkeiten einsetzen. Wenn ich Glück habe.« Die Geschwindigkeit war so gewählt, dass er noch nicht laufen musste, sondern schnelles Gehen reichte, und er rollte mit dem Schultern, die nach einem langen Arbeitstag verspannt waren.
»Flirten und trinken?«
»Drinks mischen.«
»Hm?« Takeo sah kurz zu ihm. »Du hast wieder einen Nebenjob als Barkeeper angenommen? Willst du auf ein Haus sparen?«
»War nicht meine Idee, sondern Millers.« Jamie zog im Gehen den Kopf in Richtung Schulter, zuerst auf die eine, dann auf die andere Seite. Schmerz schoss seinen Nacken hinauf. »Verdeckte Ermittlungen und so.«
»Oh, dann war der Nebenjob gut angelegte Zeit. Du wirst vom normalen Dienst abgezogen?«
»Vermutlich. Muss aber erst den Probetag hinter mich bringen. Stehe noch auf der Vielleicht-Liste vom Barbesitzer.«
Takeo war klug genug, nicht nachzufragen, um wen es sich handelte, da ihm Jamie ohnehin nichts verraten würde. Was der Mann nicht wusste, konnte er nicht ausplaudern, nicht einmal unbewusst. »Dann wirst du wohl gar nicht mehr in deine Wohnung kommen, oder? Noch weniger Unordnung.«
»Und noch weniger Zeit für ein Privatleben.« Mit einem Seufzen erhöhte Jamie das Tempo und joggte langsam dahin.
Takeo warf einen Seitenblick zu der Frau neben ihm, die gerade vom Laufband stieg. Jetzt waren sie allein in dieser Ecke. »Wie war es mit Gavin?«, fragte er halblaut und sah zu Jamie. Er bemühte sich sichtlich, nicht zu neugierig dreinzuschauen, und versagte ziemlich darin.
»Nett.«
»Nett?« Takeo zog die feinen Augenbrauen hoch und trabte unverdrossen weiter, auch wenn er weiter Jamie anblickte. »Das ist alles, was du mir gibst?«
»Was willst du hören?«
»Details. Alle schmutzigen Einzelheiten. Und von mir aus auch die sauberen.«
»Wir hatten eine schöne Zeit auf der Hütte. Er hat viele Fotos von mir gemacht. Sein Kuchen ist toll.«
»Mein Gott, Jay.« Takeos Schritte blieben gleichmäßig, nur seine Stimme wurde eine Spur lauter. »Lass mich doch nicht verhungern.«
»Ach, du siehst so aus, als stündest du ganz gut im Futter.«
»Gut im Futter?« Takeo klopfte sich auf den Bauch unter dem engen T-Shirt. »Alles Muskeln. Ich verbringe nicht mindestens dreimal die Woche meine spärliche Freizeit hier, weil mir langweilig ist.«
»Sondern weil du mit einen Traumkörper über deinen Mangel an Charme hinwegtäuschen willst?«
»Haha. Ich habe genug Charme für drei Leben. Also?«
Jamie sah geradeaus zum Fenster hinaus. Der Abend wurde von Straßenlaternen, Scheinwerfern und Lampen hinter den Fensterscheiben der gegenüberliegenden Geschäfte und sich darüber befindlichen Wohnungen beleuchtet. Eigentlich wollte er jetzt nur noch heim, unter die Dusche und sich ins Bett verkriechen. Sein Elan von gestern, mit Takeo zu reden, war wie weggewischt und hatte einer umfassenden Müdigkeit Platz gemacht. Sie war zum Teil körperlicher Natur, weil seine Tage anstrengend und seine Nächte kurz waren, aber zum Teil war er einfach geistig erschöpft.
Ständig musste er an seine Familie denken. Diese hatte bereits vor Jahren klargemacht, was sie von Homosexualität hielt. Nämlich nichts. Gar nichts. Und sich vor ihr als schwul zu outen … Er hätte lieber Glasscherben gegessen und mit Säure hinuntergespült.
Er hatte auch viel an Takeo gedacht. Ob dieser wirklich so cool reagieren würde, wie Jamie hoffte. Oder ob er genauso erschüttert von der Erkenntnis sein würde wie Jamie selbst.
Und er dachte ständig an Gavin. Diese Gedanken waren wenigstens zum Teil erfreulich. Zum Teil … nicht einmal das. Denn er machte sich Sorgen, ob er Gavin irgendwie enttäuschen würde, wenn er sein Outing einfach so lange wie möglich hinausschob. Ob der Mann ihn dann fallen lassen würde. Wie viel Zeit Jamie wohl hatte, bis Gavins Geduldsfaden riss und er sich nach einem Mann umsah, der eine weniger komplizierte Familie hatte.
Dabei wusste Gavin noch nicht einmal, wie viel Zeit Jamies Job verschlang, und war von ihm noch nicht versetzt worden, weil Jamie Überstunden machen musste.
Aber er konnte sich auch nicht einfach verkriechen und hoffen, dass es besser werden würde. Mit der Einstellung würde er sich keinen Gefallen tun. Besser war es, sein Leben selbst auf die Reihe zu kriegen. Immer einen Schritt nach dem anderen.
Und so nervig Takeo auch sein konnte, war er doch ein treuer Freund und exzellenter Zuhörer, der durchaus hilfreiche Ratschläge hatte.
Außerdem, wer wusste schon, wann Jamie diese Woche wieder zum Trainieren kommen würde? Also war es besser, diesen Abend, an dem er zur Abwechslung einmal vor sieben Uhr aus dem Büro gekommen war, fürs Training zu nutzen. Und für ein Gespräch unter Männern, weil Takeo ja sonst doch keine Ruhe geben würde. Gavin hatte ein Shooting und daher ohnehin keine Zeit.
Allerdings hätte Jamie sofort alles abgebrochen, sich seine Tasche geschnappt und wäre zu Gavin gefahren, falls dieser ihm sagte, dass sein Kunde den Abendtermin abgesagt hatte.
»Erde an Jamie.«
Er drehte den Kopf und sah Takeo an. »Tut mir leid, war kurz abgelenkt.«
»Das habe ich mitbekommen. Muss ich ernsthaft mehr Details aus dir herausprügeln?«
»Versuch es lieber mit Bestechung. Du hast gestern was von Kuchen erwähnt.«
»Willst du Alkohol, Essen oder meine Hilfe, um deine Wohnung geschmackvoller einzurichten?«
»Die ersten beiden klingen gut.« Jamie sah auf die Uhr auf der Bedienkonsole. »Ich mache dir einen Vorschlag. Du lässt mich eine halbe Stunde in Ruhe laufen, dann setze ich mich noch zwanzig Minuten auf die Ruderbank und danach gehöre ich ganz dir.« Für gewöhnlich trainierte er mit seinem Körpergewicht, aber hin und wieder waren Geräte ganz nützlich.
»Hm, mir wäre ja ein umfassendes Geständnis gleich lieber, aber bitte.« Das Laufband surrte schneller, als Takeo das Tempo erhöhte. »Diese Stunde werde ich schon noch aushalten. Essen im Pink Panther?«
»Wenn es sein muss.« Jamie war nicht wirklich ein Fan des Restaurants. Zu viel Rosa, zu viele Plastiktiere, zu viele Topfpflanzen.
»Das Essen dort ist toll, die Kellner sind süß und die Cocktails leistbar. Außerdem liegt es um die Ecke.«
»Ich komme mir dort jedes Mal wie im Dschungel vor.«
»Als wärst du schon einmal im Dschungel gewesen.«
»Gut, dann ins Panther.« Immerhin war das Essen dort wirklich gut und er musste zu Hause nichts mehr zubereiten.
»Beantworte mir als Appetithäppchen wenigstens eine Frage.«
»Nein.«
»Bitte.« Takeo hatte die Unterlippe vorgeschoben und blickte ihn mit großen Augen an.
Lachend schüttelte Jamie den Kopf. »Du bist unmöglich.«
»Und so liebenswert, dass du mir eine Antwort geben willst.«
»Na schön.«
Takeos gleichmäßige Schritte bildeten den Hintergrund zu seiner halblauten Frage. »Habt ihr gevögelt?«
»Ts ts. Noch direkter ging es wohl nicht, oder?«
»Ach, ich dachte mir, ich lasse dich das gleich ausschließen, dann kann ich in Ruhe weiterlaufen.«
»Ja.«
»Was ja?«
»Ja, wir haben miteinander gevögelt.«
Aus dem Augenwinkel sah Jamie, wie Takeo mit offenem Mund stehen blieb.
Im Gegensatz zum Laufband.
Im nächsten Moment verschwand der Mann aus Jamies Sichtfeld.
Im übernächsten ertönte ein Rumpeln und ein Fluch.
Als Jamie den Kopf nach hinten drehte, saß Takeo vor dem Ende des Laufbands auf dem Hintern und starrte ihn fassungslos an.
Jamie richtete den Blick wieder auf die Fensterfront vor sich und lief ungerührt weiter.


Erhältlich auf Amazon

Seattle Six Band 2 – Cover, Klappentext und Erscheinungstermin

Endlich ist es so weit und einer neuer Roman von mir ist fertig. Okay, noch nicht ganz fertig, das Buch steckt noch mitten in der Endkorrektur, aber ich habe bereits einen Titel – KEIN SCHICKSAL –, das Cover und einen Klappentext *Fanfaaare*

Und am 1. JUNI lade ich euch zu weiteren Abenteuern mit Gavin und Jamie ein.



Der Fotograf Gavin Sanderson hat in Jamie seinen Traummann gefunden. Nachdem sich die beiden bei einem privaten Shooting näherkamen, möchte Gavin unbedingt mehr Zeit mit dem sexy Cop verbringen, um herauszufinden, ob sie mehr als nur unglaubliche Chemie im Bett verbindet.

Jamie MacLean hat sich nach Jahren des Versteckspiels endlich zu seiner Homosexualität bekannt. Gavin ging ihm so sehr unter die Haut, dass sich Jamie nicht länger selbst belügen konnte.
Doch noch weiß niemand aus seinem Umfeld, dass er schwul ist. Ein Umstand, den er ändern muss, wenn seine Beziehung mit Gavin eine Zukunft haben soll.

Beide wollen unbedingt ihr erstes »offizielles« Date nachholen, doch ständig stoßen sie auf Hindernisse, die einen romantischen Abend verhindern: Familienmitglieder in einer Krise, Freunde in Not, ein missglücktes Outing, eine Autopanne, Stress im Job, ein medizinischer Notfall …
Dadurch wachsen Gavins Unsicherheiten in Bezug auf Jamies Gefühle und dessen Beruf als Cop, während sich Jamie mit einer homophoben Familie und einem kräfteraubenden Arbeitseinsatz konfrontiert sieht.

Versucht das Schicksal, ihnen einen Wink zu geben, es bei einer kurzen Affäre zu belassen? Oder lohnt es sich, Zweifel und Ängste zu überwinden und für ihre frische Beziehung zu kämpfen, damit daraus Liebe erwachsen kann?

Hinweis: Enthält einen unsicheren Fotografen, der seine Geduld und Nerven verliert, einen überarbeiteten Cop, der Angst hat, seine Familie zu verlieren, Date-Versuche voller Unterbrechungen, einen Polizeieinsatz mit einem unfreiwilligen Zeugen, einen Krankenhausaufenthalt und statt eines Silberstreifs einen ganzen Regenbogen am Horizont.

SEATTLE SIX: Sechs Freunde, zusammengeschweißt durch ihre gemeinsame Collegezeit in Seattle, in der ihnen die Liebe zum eigenen Geschlecht oft genug Schwierigkeiten bereitete. Eine Reihe von Romanen erzählt von ihren Abenteuern auf der Suche nach Mr. Right.

Kein Schicksal hat 117.000 Wörter (ca. 460 Taschenbuchseiten). Der zweite Roman der Seattle-Six-Reihe schließt chronologisch und inhaltlich direkt an Band 1, Fremdes Begehren an, kann jedoch auch unabhängig gelesen werden.


Ich habe eine Vorbestellung bei AMAZON für 1. Juni eingerichtet, also in weniger als einer Woche (leichte Nervosität macht sich breit).

Ich bin schon ganz gespannt, was ihr zu den weiteren Abenteuern von Gavin und Jamie in Kein Schicksal sagt, und hoffe, ihr habt beim Lesen genauso viel Spaß wie ich beim Schreiben.

Wie und warum es mit Gavin und Jamie weitergeht, oder: Epic Love Takes Time


Ich stecke mitten in der Überarbeitung von der Fortsetzung zu Fremdes Begehren und versuche mit mehr oder weniger viel Haareraufen, die vorhandenen Szenen in die richtige Reihenfolge zu bringen.
Manchmal schreibe ich eine Geschichte chronologisch, manchmal wild durcheinander. Beim 2. Band der Seattle-Six-Reihe war Letzteres der Fall und jetzt stehe ich vor der Herausforderung, Szenen wie »Gespräch mit Oma 1«, »Gespräch mit Oma 2« und »Gespräch mit Oma 3« an einer sinnvollen Stelle einzufügen. Und mich zu fragen, ob ich wirklich 3 Gespräche mit Oma brauche.

Um eine mir öfters gestellte Frage zu beantworten: Warum handelt Band 2 wieder von Gavin und Jamie? Ihre Geschichte habe ich ja schon in Band 1 erzählt.

Die kurze Antwort: Es gab noch zu viel um die beiden zu erzählen.

Die lange Antwort (ich kennt mich, kurz liegt mir nicht wirklich :-D): Am Ende von Fremdes Begehren – ich füge hier mal vorsichtig eine Spoilerwarnung ein – sind sich beide Hauptcharaktere einig, es miteinander zu versuchen. Aber von »lernen wir uns näher kennen und schauen, wie es läuft« zu »wir sind ein festes Paar« ist es ein weiter Weg (der in der aktuellen Fassung knapp 300 Seiten umfasst).
Da ist zum einen die Tatsache, dass sich Jamie weiterhin mit seiner neuentdeckten Homosexualität arrangieren muss. Wie geht er mit seiner Familie um? Wann outet er sich? Vor wem zuerst?
Zum anderen schwankt Gavin zwischen dem Vorhaben, seinem Freund Zeit zu geben, mit der neuen Situation zurechtzukommen, und dem Wunsch, es möglichst sofort und möglichst der ganzen Welt zu verkünden. Er hasst Geheimhaltung und Versteckspiele, aber genau darauf läuft es in seinen Augen hinaus.
Es gab zu viele offene Fragen und zu viel fortlaufende Charakterentwicklung, um nicht darüber zu schreiben – wie reagieren Gavins Freunde, als sie von einem neuen Mann in seinem Leben hören? Wie geht Gavin damit um, dass dieser Mann einen durchaus gefährlichen Beruf hat? Wem vertraut sich Jamie an? Wie stellen sie sich eine gemeinsame Zukunft vor? Haben sie überhaupt eine gemeinsame Zukunft, solange Jamie aus seiner sexuellen Orientierung ein Geheimnis macht und Gavin aus Angst vor einem weiteren gebrochenen Herzen wie auf Eierschalen herumläuft?
Tja, und daraus ergab sich der Plot von Band 2 der Reihe, der mir auch die Chance bot, mehr von Gavins Freunden, den titelgebenden Seattle Six, zu erzählen, und für diese Männer ein paar Räder in Richtung Romance in Bewegung zu setzen.

Und jetzt setze ich mich weiter an den Chaoshaufen aus Szenen und Snippets, aus denen ein Buch werden soll.